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Stadtrundgang mit Vertretern der Grünen

Hotel ist ein wichtiges Thema

Tecklenburg

Das Hotel, die Burgruine und die Bepflanzung an der Schlossstraße waren Themen, die beim Stadtrundgang der Grünen im Mittelpunkt standen.

wn

Die Grünen hatten zu einem Stadtrundgang eingeladen. Foto: Grüne

Im Rahmen ihres Wahlkampfs haben sich die Grünen und interessierte Bürger in Tecklenburg ein Bild von der Entwicklung des Burggeländes im Zentrum der Altstadt gemacht.

Angefangen am Kulturhaus, waren zunächst die wechselhaften Pläne zum Burggraf ein wichtiges Thema. Konsens der Teilnehmer war die Notwendigkeit eines Hotels überschaubarer Größe, das sich in das Stadtbild vor der historischen Burgruine einpasst und nachhaltig den Tourismus fördert, wie es auch der Entwurf des Gewinners des Architektenwettbewerbs von 2015 zeigte.

Die seitdem stattgefundene Planung könne man getrost als Rolle rückwärts zum Nachteil Tecklenburgs bezeichnen, heißt es in einem Bericht der Grünen. „Das Hotel wurde schnell aus wirtschaftlichen Erwägungen immer größer geplant und durch ein Boardinghouse - angeblich für Angestellte – ergänzt, also durch einen zweiten riesigen Baukörper vor der Burgruine, der nie Teil der ursprünglichen, von der Denkmalbehörde gutgeheißenen Planung war und mit dem Gewinner des Architektenwettbewerbs rein optisch nichts mehr gemein hat.“

Inzwischen ist bei diesem zweiten Bau auch nicht mehr die Rede von einem Boardingshouse für Mitarbeiter, sondern dort sollen Appartements der gehobenen Klasse entstehen. Diese Entwicklung sehen die Grünen mit Sorge. Die dauernde Unklarheit des Fortgangs erstreckt sich auch auf die immer wieder angekündigten Betreiber des Hotels.

Die nächste Station auf dem Rundgang war die Burgruine, deren Gestaltung bedauerlicherweise im Ungewissen liegt. Im vergangenen Jahr hatten Pläne vom Kreis zur Gestaltung der Burgruine vorgelegen. Sie war auch Thema bei einem Informationsabend zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) gewesen. Aber es ist jetzt still geworden um die Burg, was nicht nur am Ausfall der Bühnensaison 2020 liegt. Einig waren sich die Anwesenden darüber, dass Autoverkehr und Parkmöglichkeiten auf dem Burggelände auf das äußerst Notwendige beschränkt werden sollten.

Auf dem weiteren Rundgang fiel den Teilnehmern das „Fahrradhotel“ auf, ein seit Jahren leerstehendes Gebäude, das symptomatisch für den bedauerlichen Stillstand der Stadtentwicklung im Zentrum Tecklenburgs stehe, schreiben die Grünen. Es kam die Frage auf, ob es möglich sei, solche Immobilien von Eigentümern zurückzukaufen, wenn diese sie verfallen lassen.

Entlang der Schlossstraße war der Zustand der Bepflanzung ein Thema. Bereits vor einigen Jahren hatten die Grünen versucht, die Pflanzeninseln mit ein wenig Saatgut aufzuwerten. Die Straße könne tatsächlich zum Blühen gebracht werden, war die einhellige Meinung. Wie überhaupt ökologische Vielfalt im Stadtgebiet einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung der Altstadt leisten könnte.

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