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Vortrag beim Geschichts- und Heimatverein

Informativer und spannender Blick auf die Bergbaukultur

Tecklenburg

In die Geschichte der Bergbaukultur blickt Dr. Thomas Schürmann.

1957 zog die Belegschaft der Zeche in einem langen Marsch vom Oeynhausen-Schacht in die Ibbenbürener Innenstadt. Foto: RAG Anthrazit Ibbenbüren

Am Mittwoch, 12. Januar, spricht Dr. Thomas Schürmann vom Institut für Kulturanthropologie des Oldenburger Münsterlandes auf Einladung des Geschichts- und Heimatvereins (GHV) Tecklenburg über „Bergbaukultur im Spiegel lebensgeschichtlicher Erfahrungen“.

Dazu schreibt der GHV in einer Pressemitteilung: „Feste waren fester Bestandteil der Bergmannskultur, zum Beispiel das Bergfest. Das Foto zeigt den Umzug der Belegschaft des Bergwerks Ibbenbüren im Jahr 1957. Damals war der Bergbau in Ibbenbüren sehr präsent. Es war ein Fest für die ganze Belegschaft. Der Umzug begann an der Oeynhausen-Schachtanlage auf dem Schafberg und ging durch die Innenstadt bis hin zur Werthmühle, wo ein jahrmarktähnliches Fest für die Bergleute und ihre Angehörigen stattfand.

Veranstaltet wurden die Bergfeste bis 1965. Das Ende dieser Tradition steht im Zeichen der Kohlekrise: Die finanziellen Spielräume wurden enger; die Belegschaft musste verringert werden. Unter diesen Umständen verboten sich große Feiern wie die Bergfeste.

Kohlekrise

Eine andere Erinnerung weckt eine Installation in Ibbenbüren-Püsselbüren. Dort wurde 2008 eine Reihe von zehn Gleitbögen, wie sie zum Abstützen von Grubenbauten eingesetzt wurden, im Mittelplatz eines Kreisverkehrs aufgestellt.

Seit 2015 wurden und werden die Bögen mit persönlichen Erinnerungsstücken verziert: Zuerst wurde ein Paar grubentaugliche Schuhe angehängt; es kamen weitere Schuhe, eine Aktentasche und schließlich mehrere Grubenhelme hinzu. Diese und anderen Erinnerungsstücke sind ein Zeichen für eine Erinnerungskultur, die Denkmäler aktiv einbezieht.“

Mehr zu diesem Thema verspricht der Vortrag am 12. Januar um 19.30 Uhr im Kulturhaus der Stadt Tecklenburg. Der Eintritt beträgt sieben Euro (nur an der Abendkasse).

Der GHV weist auf die Corona-Regeln (nach heutigem Stand) hin: 2G plus Boostern oder 2G plus offiziellem Test vom selben Tage. Darüber hinaus wird eine Anwesenheitsliste geführt. Medizinische oder FFP2- Masken zur Bedeckung von Mund und Nase müssen während der gesamten Anwesenheitszeit im Saal, also auch während des Vortrages, aufgesetzt bleiben. Im großen Saal im Kulturhaus werden die Stühle auf Abstand gestellt. Flaschen mit Desinfektionsmittel stehen zur Nutzung bereit.

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