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Jahresausflug des Altherrenclubs

Interessantes gehört und viel gesehen

Tecklenburg-Leeden

Eine Fahrt auf dem Rhein und interessante Einblicke in die Stadtgeschichte: Die Mitglieder des Altherrenclubs unternahmen einen interessanten Tagesausflug.

In Emmerich unternahmen die Mitglieder des Altherrenclubs und ihre Partnerinnen einen einstündigen Ausflug auf dem Rhein. Foto: Altherrenclub

Der Leedener Altherren-Club unternahm nach zwei Jahren Pandemie-Pause mit Partnerinnen den beliebten Jahresausflug. Thomas Strier fuhr die Clubmitglieder nach Emmerich am Niederrhein. Albrecht Fischer hatte den Ausflug organisiert, begrüßte mit launigen Worten die 40 Teilnehmer.

Ein Schiff der Niederrhein-Flotte nahm die Gruppe in Emmerich auf für eine einstündige Rheinfahrt bei herrlichem Wetter bis Rees. Der Kapitän erläuterte unterwegs, dass das Rheinwasser sauberer geworden sei und man 60 Fischsorten gezählt habe. Die Schifffahrt führte vorbei an dem nie in Betrieb genommenen Atommeiler Kalkar, der von einem Niederländer gekauft und zum Freizeitpark „Wunderland“ umgestaltet worden ist.

Führung durch Emmerich

An das Mittagessen schloss sich eine Stadtrundfahrt mit Stadtführer an, der Stadtgeschichte, Sehenswürdigkeiten und Produktionsschwerpunkte von Emmerich erläutert. Ein besonderes Ziel war der Stadtteil Elten mit einer touristisch ausgerichteten Struktur und einem Kloster. Der Stadtführer war stolz auf diesen für Niederrheiner höchsten Punkt im Ort mit 82 Metern über Normalnull. Leeden hat 202 Meter und die Clubmitglieder schmunzelten.

Als Besonderheit wurde erläutert, dass Elten nach dem Zweiten Weltkrieg 1949 holländisch wurde bis 1963. Die Bürger besaßen in dieser Zeit doppelte Staatsbürgerschaft. Bei der Rückgliederung nach Deutschland gab es in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 1963 die sogenannte „Butternacht“. Tonnenweise wurden Waren von Holland nach Elten transportiert ohne Zoll. Heute sind noch 30 Prozent der Bürger von Elten Niederländer. Im 17. Jahrhundert war eine Bürgerin des Ortes sogar Königin von England.

Danach führte die Fahrt zum Kaffeetrinken ins Restaurant Forellenhof in Bochum. Viele Teiche und frei herumlaufendes Damwild konnten bewundert werden.

Auf der Rückfahrt ließ Wilfried Brönstrup den Ausflug Revue passieren und erinnerte daran, dass der letzte Ausflug 2019 nach Giethorn (das holländische Venedig) führte und nun endlich wieder der beliebte „Leedener Familienausflug“ genossen werden konnte.

Albrecht Fischer wies auf das Sommerfest des Clubs am 5. August in der Remise ab 16 Uhr hin und Wilfried Brönstrup ergänzte, dass der nächste Referenten-Nachmittag am 2. September im Stiftshof mit der Projektleiterin der DEGES, Düsseldorf, stattfinden wird zum Thema: sechsspurige Autobahn A 1 zwischen Münster und Osnabrück im Auftrag des Bundes. Außerdem kann bald das 50-jährige Bestehen des Clubs gefeiert werden.

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