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Ist „Wohnen im Pagengarten“ passé? / Bautätigkeit in der „Alten Obstwiese“ hat begonnen

Investor verkauft Projekt

Tecklenburg

Bis vor einigen Wochen wurde in Tecklenburg für „Wohnen im Pagengarten“ geworben. Dann verschwand das Transparent, das die Firma Echterhoff auf dem Areal angebracht hatte. Der Grund: Man habe das Projekt verkauft, so Kai Knake, Projektentwickler des Unternehmens aus Westerkappeln. Anders die Entwicklung auf der anderen Straßenseite. An der Adresse „Alte Obstwiese“ wird inzwischen gebaut.

Michael Baar

Auf diesem Areal an der Pagenstraße sollte das Projekt „Wohnen im Pagengarten“ realisiert werden. Im Januar 2018 ist das im Stadtrat angekündigt worden. Getan hat sich seither nichts, bis auf den Verkauf des Areals durch den ursprünglichen Investor, die Echterhoff-Baugruppe (Westerkappeln-Velpe). Foto: Michael Baar

Im Januar 2018 hat Kai Knake die Pläne für das „Wohnen im Pagengarten“ im Stadtrat vorgestellt. Der Bauantrag sei gestellt, im Frühjahr wolle die Echterhoff-Baugruppe (Westerkappeln-Velpe) loslegen, teilt der Projektentwickler mit. Rund zwei Jahre hat dann ein Transparent an der Hecke oberhalb der Mauer an der Pagenstraße gehangen und für das Projekt geworben. Seit einigen Wochen ist das Werbebanner nicht mehr dort.

„Wir haben das Projekt verkauft“, sagt Kai Knake auf Nachfrage dieser Zeitung. Den Grund fasst er in fünf Worte zusammen: „Es war ein gutes Angebot.“ Dieser Schritt ist bereits im vergangenen Jahr getan worden. Ob es mit den ehemals beworbenen 22 Eigentumswohnungen, verteilt auf vier Häuser und in Größen zwischen 80 und 160 Quadratmetern – Preise ab 233 600 Euro – noch etwas wird? Über den Käufer hüllt sich der Projektentwickler in Schweigen.

Dass die Echterhoff-Gruppe das Areal verkauft hat, ist der Stadt nicht verborgen geblieben. „Häuser mit Wohnungen werden dort kommen“, ist Bernd Pieper überzeugt. Über den Grund für die Veräußerung durch Echterhoff ist der Leiter des Fachdienstes Bauen und Planen in der Stadtverwaltung nicht informiert.

Ob es damit zusammenhängen könnte, dass die notwendige Zahl von Pkw-Stellplätzen auf dem Gelände nicht einfach zu verwirklichen ist – Bernd Pieper vermeidet eine Einschätzung. Für Menschen mit Interesse an einem Wohnen auf Luxusniveau könnte ein Stellplatz pro Wohnung zu wenig sein, vermutet er.

Planungstechnisch stehen auch nach dem Verkauf alle Optionen für eine Wohnbebauung offen. Im 1969 aufgestellten Bebauungsplan war das Areal zwischen Pagenstraße, Schulhof der (damaligen) Hauptschule und neuem Parkplatz am Howesträßchen als Gemeindebedarfsfläche deklariert worden. Im Jahr 2017 hat der Stadtrat diese Zweckbestimmung in „allgemeines Wohngebiet“ geändert.

Während im „Pagengarten“ Ruhe herrscht, hat wenige Schritte weiter rege Bautätigkeit eingesetzt. Im Bereich „Alte Obstwiese“ sollen zwei Vierfamilienhäuser und zwei Doppelhäuser entstehen, erläutert Bernd Pieper im Telefongespräch mit der Redaktion. Die Erdarbeiten seien angelaufen, die erste Baugenehmigung für einen Neubau in diesem Bereich liege vor, ergänzt er.

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