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Anja Hirschmann berichtet Aktuelles aus Malawi

Jeder gespendete Cent kommt an

Tecklenburg

Die Renovierung eines Kindergartens, eine Seifenaktion und mehr – Anja Hirschmann findet in Malawi immer wieder neue Herausforderungen und meistert sie, um den Menschen und vor allem den Kindern zu helfen.

Anja Hirschmann hat die „Seifenaktion“ gestartet. Jedes Kind bekam ein Stück, um sich waschen zu können. Vielen Eltern fehlt in Malawi das Geld, um sich Seife leisten zu können. Foto: Verein Magi

Anja Hirschmann war wieder einmal einkaufen – natürlich im großen Stil und nicht für sich selbst. Wenn die Tecklenburgerin nach Malawi fliegt, dann nicht, um zu shoppen, sondern um zu helfen. Teller, Becher und Löffel für 80 Personen, große Kochtöpfe und einen Sack Mais hat sie besorgt, um einen Kindergarten zu unterstützen. Sie beschränkt ihre Aktionen nicht mehr nur auf ihr Hilfsprojekt „Magi“, sondern packt auch an, wo immer es nötig ist.

Dieses Mal hat sie in dem afrikanischen Land Emily kennengelernt, eine Frau, die sich in dem von Männern dominierten Land die Position eines „Group Village Head Man“ erarbeitet hat. „Sie setzt sich sehr für Arme ein“, erzählt Anja Hirschmann. So hat sie einen kleinen Kindergarten errichtet. Und sie baut Zuckerrohr an, um mit dem Verkauf Mahlzeiten für die Kinder zu finanzieren. Was fehlte, war das Geschirr.

Und dann gab es ein weiteres Problem: Das Gebäude würde die nächste Regenzeit nicht überstehen. Anja Hirschmann hat innerhalb kürzester Zeit einen Spender gefunden für die notwendige Baumaßnahme, die bereits Ende Dezember abgeschlossen sein soll und 10 000 Euro kostet. Nun sucht sie noch Sponsoren für einen Brunnen. 5000 Euro sind dafür notwendig.

Anja Hirschmann

Sie unterstützt Emily sehr gerne. „Wenn Frauen da etwas machen, finde ich das beeindruckend.“ Denn das ist nicht selbstverständlich in einem Land, in dem ein Mann seiner Frau verbietet zu arbeiten, weil er selbst arbeitslos ist.

Und was gibt es Neues vom Verein „Magi“? „Wir haben das Seifenprojekt gestartet“, erzählt Anja Hirschmann. Wie bereits berichtet ist auch in Malawi alles teurer geworden. So teuer sogar, dass die Kinder morgens ungewaschen zur Schule gehen – und eben deshalb wieder von den Lehrern nach Hause geschickt werden. Nun sind die Seifen verteilt worden. Am Anfang hätten die Kinder auf dem Nachhauseweg alle am Fluss gestanden und sich gewaschen.

Investiert wird auch in eine Schule, die quasi ohne Klassenräume da stand. Der verein „Magi“ finanziert die Baumaßnahmen. Der erste Raum, der Platz für zwei Klassen bietet, werde passend zur Regenzeit fertig.

Anja Hirschmann ist regelmäßig vor Ort und hat stets ein Auge auf die Maßnahmen. „Es ist ein Vorteil, dass ich so oft dorthin reise“, sagt sie und kann sich sicher sei, dass „mit dem Geld kein Schmu betrieben wird. Die Spenden kommen 1 : 1 an.“

Ein Spendenkonto ist eingerichtet unter dem Stichwort Magi e.V., IBAN DE43 4035 1060 0073 1257 34. Weitere Informationen finden sich unter www.magi-ev.de.

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