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Abschließender Workshop „Gesundheitsregion Münsterland“

Junge Ärzte anlocken und halten

Tecklenburg/Ladbergen/Lengerich/Lienen

Im Projekt „Gesundheitsregion Münsterland“ bilden die Orte Ladbergen, Lengerich, Lienen und Tecklenburg eine Modellkommune. In einem Workshop sind jetzt Ideen gesammelt worden, aus denen ein Handlungsleitfaden entwickelt werden soll.

Von Ruth Jacobus

Im Kulturhaus erarbeiteten die Teilnehmer des Workshops Lösungsvorschläge. Foto: Netzwerk Gesundheitswirtschaft

Keine Frage, die Region ist die wirtschaftlich stärkste im Münsterland und attraktiv. Die Verkehrsanbindung ist gut, es gibt viel Kultur. Und getreu dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege“ liegt alles nah beieinander. Diese Stärken gilt es bekannter zu machen. Das ist ein Ziel des Projektes „Gesundheitsregion Münsterland“, in dem sich die Kommunen Ladbergen, Lengerich, Lienen und Tecklenburg zu einer Modellkommune zusammengeschlossen haben. Gemeinsam wollen sie die gesundheitliche Infrastruktur stärken und eine hochwertige Gesundheitsversorgung vor Ort sicherstellen.

In drei Workshops haben Vertreter aus den vier Orten sowie Fachleute von der Fachhochschule Münster und dem Netzwerk Gesundheitswirtschaft Münsterland Lösungsvorschläge erarbeitet, wie sich medizinisches Personal in das Tecklenburger Land locken lässt. Der letzte Workshop fand jetzt im Tecklenburger Kulturhaus statt.

Dabei wurden konkrete Ideen benannt, die vor Ort umgesetzt werden sollen. Ein wichtiger Punkt ist die Digitalisierung als Mehrwert für alle Beteiligten. Die digitale Infrastruktur sei interessant für junge Ärzte, hieß es bei der Präsentation der Ergebnisse. Dazu gehöre eine Verknüpfung der Praxen, Apotheken, Physiotherapeuten und mehr, damit sie sich über ein Portal austauschen können.

Eine zweite Arbeitsgruppe hatte sich mit der Frage beschäftigt, wie sich junge Ärzte für eine Niederlassung gewinnen lassen. Das Ergebnis: Man will es den Medizinern leicht machen. Ein „Kümmerer“ soll es richten, dass der Partner integriert wird, die Kinder eine Betreuung haben, ein Grundstück für den Hausbau vermittelt wird. Diesen Kümmerer könne man entweder auf Kreisebene verorten oder in einer der vier Kommunen, hieß es. Finanziert werden könnte dessen Tätigkeit eventuell auf Provisionsbasis. Angeregt wurde, Kontakt zu Kümmerern aufzunehmen, die es in anderen Kommunen bereits gibt.

„Gesund leben am Teuto“, unter diesem Motto hat eine dritte Gruppe Lösungsansätze erarbeitet. Hier wurde angeregt, ein regionales Marketingkonzept für die vier Kommunen – in denen immerhin knapp 50.000 Menschen leben – zu erstellen. Es gebe studentische Projekte, die sich damit befassen könnten, regte Tobias Becker von der Fachhochschule Münster an. Das könne fächerübergreifend geschehen und mit einem objektiven Blick auf die vier Kommunen, da die Studenten „aus allen Ecken Deutschlands“ kämen.

Diese Ergebnisse werden nun zusammengefasst. Danach sollen den Kommunen Anleitungen an die Hand gegeben werden, wie sich die Ideen in die Tat umsetzen lassen.

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