1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Tecklenburg
  6. >
  7. „Junges Gemüse“ mag es bunt

  8. >

Graffiti-Projekt der Jugendpflege Tecklenburg

„Junges Gemüse“ mag es bunt

Tecklenburg-Leeden

Frische Farbe auf zwei Stromkästen im Stiftsbereich brachte das Graffiti-Projekt der Jugendpflege Tecklenburg. Unter fachkundiger Anleitung griffen elf Mädchen und Jungen zu Sprühdosen und verwandelten die grauen Kästen binnen weniger Stunden in bunte Hingucker.

Von Björn Igelbrink

Mit Hilfe von Sprühdosen haben elf Kinder unter der Anleitung von Fabian Schliehe Stromkästen im Stiftsbereich farbenfroh besprüht und außerdem individuelle Graffiti gestaltet, die sie mit nach Hause nehmen durften.. Foto: Björn Igelbrink

Frische Farbe auf zwei Stromkästen im Stiftsbereich brachte am Freitag das Graffiti-Projekt der Jugendpflege Tecklenburg. Unter fachkundiger Anleitung griffen elf Mädchen und Jungen zu Sprühdosen und verwandelten die grauen Kästen in rund vier Stunden in bunte Hingucker.

„Durch die Rillen auf dem Stromkasten ist das Besprühen hier mit Schablonen schwierig“, beschrieb Fabian Schliehe, Graffitikünstler der Jugendkunstschule Pink Pop in Ibbenbüren, die Arbeitstechnik für den grauen Stromkasten rechts neben der Remise.

Die Kinder, selbstverständlich ausgestattet mit einem Mundschutz, griffen mit Fabians Unterstützung zur Spraydose, und in rosaroten Tönen zeigt der Kasten nun farbig an, dass auf dem Remisenvorhof dienstags ab 16 Uhr der Feierabendmarkt stattfindet.

Ludwig Harling ist ehrenamtlicher Mitarbeiter im Jugendzentrum und unterstützte Fabian Schliehe, der seit 2010 Graffiti erstellt, bei der praktischen Arbeit. Als Ex-FSJler der Mediencooperative Steinfurt fand er Gefallen an der Graffiti-Arbeit.

Daher hat er für den zweiten Stromkasten links neben der Infotafel am Dorfteich einige Schablonen gebastelt. So konnten die Kinder auf den bläulichen Hintergrund, der oben heller als unten aufgesprüht wurde, wodurch eine gewisse Dynamik entsteht, beispielsweise Möhren, Kartoffeln, Paprika oder Brokkoli sprayen – einerseits ein Hinweis auf Produkte des Feierabendmarkts, andererseits ein Hinweis auf die rege Arbeit der Kindergruppe im Stiftsdorf namens „Junges Gemüse“.

Ludwigs Schablone für ein rot-weißes Zirkuszelt erinnert an das Zirkusprojekt der Grundschule, bei dem, ebenfalls auf dem Dorfplatz, ein echtes Zirkuszelt aufgeschlagen worden war, in dem sich junge Nachwuchsstars in der Manege präsentiert hatten. Je nach Farbton und Wettereinflüssen dürften die Kunstwerke übrigens rund fünf bis zehn Jahre den Betrachtern Freude bereiten, schätzen die Graffiti-Experten.

„Es macht Spaß, kreativ zu sein“, kommentierte die zehnjährige Greta, eine der Teilnehmerinnen, ihre Arbeit. Warum die Kinder am Graffiti-Projekt teilnehmen? „Ich mag Farben und kann das Ergebnis dann nachher anderen zeigen“, antwortet Pelle, sechs Jahre. Der neunjährige Finn wollte, ebenso wie die siebenjährigen Holly „Graffiti immer schon mal machen“, während Sam, neun Jahre, meint: „Graffiti sind cool, und ich habe es schon einmal auf einem Kindergeburtstag gemacht.“

So freuten sich die Mädchen und Jungen auch, dass sie je ein individuell gestaltetes Graffito mit nach Hause nehmen durften. Zwischendurch trugen Obst-Snacks, Getränke und als Mittagsimbiss eine Pizza zum Gelingen der Ferienmaßnahme bei.

Jugendpflegerin Enya Börgel hatte die Aktion im Zentrum des Stiftsortes im Rahmen des städtischen Sommerferienangebots initiiert und begleitet. Sie freute sich über die organisatorische Unterstützung durch Gerhard Wellemeyer von der Interessengemeinschaft Leeden. Zudem sponserten die Stadtwerke Lengerich mit 350 Euro die Materialkosten dieser gelungenen Graffiti-Aktion.

Startseite
ANZEIGE