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Gottesdienste finden an Heiligabend draußen statt

Krippenweg und Bühnenflair

Tecklenburg

An Heiligabend von Station zu Station wandern, Engeln und Musikern begegnen oder einen Gottesdienst auf der Freilichtbühne feiern – die evangelische Kirchengemeinde hat sich Einiges einfallen lassen.

Ruth Jacobus

Die Freilichtbühne bietet ausreichend Platz für die Besucher des Gottesdienstes an Heiligabend. Foto: Ruth Jacobus

Es wird zwar alles ganz anders, aber nicht unbedingt weniger stimmungsvoll: Die evangelische Kirchengemeinde investiert viel Arbeit und Fantasie, um den Gläubigen an Heiligabend etwas Gutes und die Seele Wärmendes zu bescheren. Ein weihnachtlicher Stationengang in Leeden, ein Krippenweg in Ledde, ein Gottesdienst draußen in Brochterbeck und ein Weihnachtsgottesdienst auf der Freilichtbühne sind geplant. Nun hoffen Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff und Pfarrer Björn Thiel, dass ihre bei der Stadt eingereichten Corona-Schutzkonzepte genehmigt werden. Dann steht einem stimmungsvollen Fest nichts mehr im Weg.

Eines vorweg: Die Konzepte lesen, prüfen und genehmigen – so einfach ist das nicht. Denn in der Stadtverwaltung muss abgewartet werden, bis die entsprechenden Verfügungen des Landes schriftlich vorliegen. Außerdem sind Absprachen mit den Kirchen zu treffen. All das dauert. Wahrscheinlich steht erst in der übernächsten Woche detailliert fest, wie Heiligabend abläuft. Davon geht Yvonne Käller vom Fachbereich Ordnung aus. Sie ist aber optimistisch, dass die geplanten Veranstaltungen durchgeführt werden dürfen.

Die Ledder Dorfkirche und die Leedener Stiftskirche seien an Heiligabend immer brechend voll, erläutert Ulrike Wortmann-Rotthoff. Da das in diesem Jahr nicht sein darf, bleibt nur die Möglichkeit, nach draußen zu gehen. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helfern habe man sich überlegt „Weihnachten rund um die Kirche“ aufzubauen.

In Leeden startet der Stationengang um 15 Uhr auf dem Parkplatz Antrup. Dort sollen „Soldaten von Kaiser Augustus“ stehen, um wie damals eine Volkszählung durchzuführen. An der Kirche warten Engel, am Dorfteich gibt es ein Hirtenfeuer. Im Einbahnstraßen-System geht es weiter zur Kirche St. Hedwig und wieder zurück, an der Remise vorbei, wo eine Krippe steht. „Die Familien sollen in kleinen Gruppen gehen“, so der Gedanke von Ulrike Wortmann-Rott-hoff.

In Ledde geht es um 16 Uhr los auf dem Parkplatz der Ledder Werkstätten. Stationen sind am Gemeindehaus und rund um die Kirche. Bei Folsche sowie in Leeden an der Stiftskirche soll der Posaunenchor aufspielen. Denn ein Heiligabend ohne das Lied „O du Fröhliche“ zum Abschluss gehe nun wirklich nicht, findet die Pfarrerin.

Den Weihnachtsgottesdienst in Brochterbeck gestaltet an Heiligabend ab 17 Uhr Pfarrer Björn Thiel. Auf der großen Wiese neben der Kirche hofft er, ein kleines Krippenspiel sowie ein Weihnachtsspiel mit Knick-Lichtern aufführen zu können.

Die größte Veranstaltung dürfte der ökumenische Weihnachtsgottesdienst auf der Freilichtbühne sein, der für 15 Uhr vorgesehen ist. Ein kleines Krippenspiel und Bläsermusik sind geplant. Außerdem dürfe wohl – mit Abstand und Maske – mitgesungen werden. Das habe die Landeskirche mitgeteilt, so Thiel. Der Gottesdienst werde wahrscheinlich gestreamt und könne live im Internet verfolgt werden.

Die technischen Möglichkeiten werden in Corona-Zeiten gerne genutzt. 70 bis 80 Personen nutzen zum Beispiel pro Woche das Angebot, Andachten am Telefon zu hören ( 0 54 82/29 69 872). Der musikalische Online-Adventskalender (www.ek-te.de) wird täglich von rund 300 Personen besucht, freut sich Thiel. „Damit hatten wir nicht gerechnet.“

Zu allen Angeboten an Heiligabend sind Anmeldungen erforderlich, damit die zulässige Teilnehmerzahl nicht überschritten wird. Das ist möglich unter www.ek-te.de. oder im Gemeindebüro ( 0 54 82/10 78).

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