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Mehr Platz dank neuer Apartments

Haus der Arche an der Apfelallee wird saniert und erweitert

Tecklenburg

Die Arche plant an der Apfelallee eine größere Baumaßnahme. Im Ergebnis gibt es künftig nurmehr zwei statt drei Standorte. Unter anderem sollen in einem Neubau insgesamt elf Apartments entstehen.

Idyllisch gelegen und ein Blickfang ist das Haus der Arche an der Apfelallee. Das Grundstück ist groß genug für einen Erweiterungsbau, der mehr Menschen Platz bieten soll. Foto: Ruth Jacobus

Es ist eine besondere Form des Wohnens und des Miteinanders: Die Arche ist eine Lebensgemeinschaft für Menschen mit und ohne Behinderung. Für dieses inklusive Wohnmodell gibt es derzeit in Tecklenburg drei Häuser: eines an der Apfelallee mit sieben Bewohnern, eines am Bodelschwinghweg mit vier Bewohnern und eines am Hofbauers Kamp mit sieben Bewohnern. Diese drei Standorte sollen nun auf zwei konzentriert werden. Wie das konkret aussehen soll, erläuterten Gertrud Nicola (Gemeinschaftsleitung) und Vorstandsmitglied Alexander Fenker jüngst im Ausschuss für Bauen, Planen und Stadtentwicklung.

Es sei einerseits der Fachkräftemangel, der auch die Arche treffe, andererseits aber auch die notwendige energetische Sanierung der Standorte, die zu dem Vorhaben geführt haben, das Haus am Bodelschwinghweg zu schließen und die Einrichtung an der Apfelallee zu sanieren und dort anzubauen, erklärte Gertrud Nicola.

Das Haus am Bodelschwinghweg sei bereits geschlossen und die Bewohner auf die beiden anderen Standorte verteilt. An der Apfelallee wären nun zehn statt acht untergebracht. „Das ist zu eng.“ Zudem wolle man für alle ein Zimmer mit eigenem Bad haben sowie einen Erweiterungsbau schaffen für ambulant unterstütztes Wohnen. Ein weiterer Wunsch: ein Treffpunkt, an dem man gemeinsam Kaffee trinken oder die Familie einladen kann.

Bereits im März soll die Maßnahme an der Apfelallee beginnen und im Dezember fertig sein, erläuterte Alexander Fenker. Die Bewohner würden in dieser Zeit im Haus am Bodelschwinghweg und in externen Unterkünften leben.

Im Bestandsbau sollen auf zwei Etagen jeweils fünf Zimmer mit Bädern eingerichtet werden, von denen vier komplett rollstuhlgerecht sein sollen. Im Neubau direkt nebenan sollen sieben Apartments entstehen (circa 45 Quadratmeter) sowie vier Apartments mit 65 Quadratmetern, die für Paare oder Rollstuhlfahrer gedacht sind, schilderte Fenker. Hinzu komme ein Gemeinschaftsraum. Alle Apartments bekommen einen Balkon.

Für beide Baumaßnahmen – Renovierung und Neubau – rechnet die Arche mit Kosten zwischen jeweils 1,7 und zwei Millionen Euro. Finanziert werden soll die Maßnahme zu einem Drittel aus Eigenmitteln, die über Jahre angespart wurden, zum anderen durch die NRW-Bank.

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