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Konzept für den „Burggraf“ ist Thema im Planungsausschuss

Mindestens 50 Prozent Hotel

Tecklenburg

Am 20. April geht es im Planungsausschuss weiter mit dem Thema „Zukunft des Hotels ‚Burggraf‘“. Vor knapp 120 Jahren ist das erste so benannte Gebäude als luxuriöses Kurhaus entstanden. Heute steht am Südhang des Burgbergs eine langsam verrottende Immobilie.

Ruth Jacobus

Seit etlichen Jahren umgibt ein Holzzaun das Gelände des ehemaligen Hotels „Burggraf“. Foto: Ruth Jacobus

So mancher hat sicherlich schon geglaubt, das Bebauungsplanverfahren „Hotel Burggraf“ sei in irgendeiner Schublade verschwunden. Doch dem ist nicht so – es wurde lediglich unterbrochen. Am Dienstag, 20. April, geht es weiter. Dann befasst sich der Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss damit. Konkret geht es um die während der öffentlichen Auslegung eingegangenen Stellungnahmen.

Wie ist der Stand der Dinge? Im aktuellen Konzept sind im Hotel circa 100 Zimmer im klassischen Hotelbetrieb und 40 Appartements für dauerhaftes Wohnen vorgesehen, die im Hotel vermietet werden. „Diese Lösung soll die Wirtschaftlichkeit des Hotelbetriebes in der Nebensaison absichern“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Das geplante separate Appartementhaus bleibe davon unberührt. Um dauerhaftes Wohnen im Hotelbetrieb in Bezug aus Lärmimmissionen zuzulassen, sei für das Plangebiet ein urbanes Mischgebiet vorgesehen.

Im aktualisierten Bebauungsplanentwurf ist „für die Summe der Geschossfläche beider Gebäude wenigesten eine 50-prozentige Hotelnutzung vorgeschrieben“, schreibt die Verwaltung weiter. Das entspreche einer Hotelnutzung von mehr als 60 Prozent im eigentlichen Hotelgebäude. Näher erklärt wird das in der Ausschusssitzung.

Einst luxuriöses Kurhaus – heute eine Bauruine

119 Jahre ist es her, dass das Hotel „Burggraf“ – offizieller Name damals „Kurhaus Burggraf“ – als luxuriöse Herberge eröffnet wurde. Der Bau im Jugendstil war ein Blickfang. Rund 60 Jahre später wird das Hotel abgerissen, um an gleicher Stelle einen Neubau mit deutlich mehr Betten zu errichten. Dieses Gebäude wurde am Südhang des Burgbergs hochgezogen und 1964 eröffnet. Der Vorgänger stand dort, wo heute Kreisverwaltung und Rathaus stehen.

Auch zum Betreiber des Hotels finden sich in der Sitzungsvorlage Informationen. Dort ist zu lesen: „Der Vorhabenträger ist im neuen Hotelkonzept in der zukünftigen Betreibergesellschaft mit eigenem Hotelmanagement involviert.“ Vorhabenträger ist die Firma MBN Bau. Diese hat vor drei Jahren in Osnabrück das Parkhotel mit dem Alten Gasthaus Kampmeier gekauft.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt Osnabrück in Zusammenhang mit einem Bebauungsplanverfahren mitgeteilt, dass der östliche Bereich des Hotelgeländes für Wohnzwecke umgewidmet werden soll. Aus den Unterlagen geht nicht hervor, ob an dieser Stelle Ein- oder Mehrfamilienhäuser entstehen sollen.

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