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Weihnachtsrätsel der evangelischen Kirchengemeinde

Mit Eddy durch die Altstadt

Tecklenburg

„Die Weihnachtsgeschichte einmal anders!“ titelt die evangelische Gemeinde und erzählt die Geschichte von Eddy, dem kleinen Esel, in Form eines Mitmach-Rätsels.

Luca Pals

Los geht die bunte Reise mit Eddy, dem kleinen Esel, am Schaukasten an der evangelischen Stadtkirche. Foto: Luca Pals

„Startet an der ersten Station am Schaukasten der evangelischen Stadtkirche!“ Der Hinweis auf der Rätsel-Laufkarte führt mich durch die engen und aktuell auch menschenleeren Gassen der Tecklenburger Altstadt zum Schaukasten an der Kirche. Lange brauche ich nicht, um das erste Plakat zu finden. Bunt bemalt und mit dem Bild eines kleinen Esels beklebt, sticht es aus dem Schaukasten heraus: „Die Weihnachtsgeschichte einmal anders!“ titelt die evangelische Gemeinde und erzählt die Geschichte von Eddy, dem kleinen Esel. Dieser wohnt – zusammen mit seiner Familie – in dem kleinen Dorf Nazareth und liebt es, mit Schafen und Kühen zu toben und Wasser aus dem Bach zu trinken. Eddy hat auch einen Bruder, der heißt Ben und ist Teil der Familie von Josef und Maria – die erwarten ein Kind.

Gemeinsam mit dem Esel geht es bei der Stadtrallye der evangelischen Kirchengemeinde von Station zu Station. Eddy erzählt aus seinem spannenden Leben und über die Reise von Maria und Josef nach Bethlehem, wo sie in einem Stall unterkommen.

Viel mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur so viel: Neben den Geschichten stellen sich den Familien und Kindern unterschiedliche Aufgaben. Pfarrer Björn Thiel erklärt: „Immer etwas Aktives zum Mitmachen und eine kleine Frage, die die Kinder mithilfe der Geschichte lösen können.“

Mit diesen Tipps, der Laufkarte und einem Stift mache ich mich auf den Weg, beantworte – nach kurzer Überlegung – die erste Aufgabe und trage die ersten Buchstaben ein. Das Plakat im Schaukasten verrät mir auch, wie und wo es weitergeht. Die Stationen sollen natürlich nicht vorweggenommen werden, kreuz und quer geht es für mich durch die Tecklenburger Altstadt. Das Wetter ist an diesem Freitagmittag besonders schön, ein blauer und wolkenloser Himmel und eine strahlende Sonne machen das Rätsellösen noch angenehmer. Nach ein wenig Suchen finde ich auch an die weiteren Stationen – unter anderem an der Grundschule – die Plakate und lese die Geschichte weiter. „Singt ein Weihnachtslied!“ oder „Wann habt ihr das letzte Mal einen Esel gesehen?“ Die Mitmach-Aufgaben sind kreativ gestellt und bringen immer wieder Abwechslung rein. Und so ganz nebenbei: Wer vorher so manches Gebäude in Tecklenburg kannte, lernt es durch den Rätselweg nun besser kennen. Pfarrer Thiel verrät „Und am Ende gibt es eine Überraschung.“ Nach einigen Stationen erreiche ich das Ziel und kann mir diese für die Feiertage abholen.

Der Rätsel-Weg wird dieses Jahr zum ersten Mal angeboten. Pfarrer Thiel: „Wir wollten ein Corona-konformes Angebot für Familien mit Kindern bieten. Sonst haben wir immer einen Krabbel- und Minigottesdienst. Aber dieser muss – wie alle unsere Gottesdienste – dieses Jahr leider ausfallen.“ Der Rätsel-Weg, der die Weihnachtsgeschichte nacherzählt, sei eine „sehr gute Alternative.“

Auf gute Resonanz ist der Weg, der ursprünglich bis zum 23. Dezember geplant war und nun auch nach den Weihnachtstagen angeboten wird, bereits gestoßen, sagt Thiel: „Auch aus den Nachbarkommunen haben schon viele den Weg mitgemacht.“ Wichtig: Das Rätsel muss bis 18 Uhr gelöst werden. Den Grund verraten wir an dieser Stelle nicht – den muss jeder selbst herausfinden.

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