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Planunterlagen werden erstellt

Neue Kläranlage für Ledde

Tecklenburg/Ledde

Knapp 30 Jahre alt ist der Vertrag mit der Stadt Ibbenbüren, Ende 2018 läuft er aus. Wohin dann mit dem Abwasser aus Tecklenburg-Nord und Ledde? Der Werksausschuss hat es einstimmig empfohlen: Die Kläranlage Ledde wird ausgebaut und das Wasser dort behandelt, statt nach Ibbenbüren gepumpt zu werden.

Ruth Jacobus

Die Kläranlage in Ledde stammt aus dem Jahr 1965. Sie soll nun ausgebaut und erneuert werden, um die Abwässer aus Tecklenburg Nord und Ledde reinigen zu können, die derzeit nach Ibbenbüren gepumpt werden. Foto: Ruth Jacobus

Derzeit wird die Planung erstellt, die der Bezirksregierung spätestens bis zum Jahresende zur Genehmigung vorgelegt werden soll. „Das ist eine sportliche Herausforderung“, sagt Bernd Pieper zum Zeitplan. Der Leiter des Fachbereichs Bauen und Planen geht davon aus, dass die Baumaßnahme im Winter des nächsten Jahres beendet wird.

Im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert Pieper den Hintergrund. Vor rund 30 Jahren sei vertraglich festgelegt worden, dass sich Tecklenburg beteilige an den Unterhaltungskosten der Ibbenbürener Kläranlage sowie der Leitung von Laggenbeck bis zur Anlage. 100 000 bis 120 000 Kubikmeter Mischwasser aus dem Bereich Tecklenburg Nord fließen jährlich nach Ibbenbüren sowie rund 100 000 Kubikmeter Schmutzwasser aus Ledde. 1,07 Euro pro Kubikmeter sind zu zahlen.

Die Abwässer werden derzeit nach Laggenbeck gepumpt, von dort zur Kläranlage Ibbenbüren-Püsselbüren weitergeleitet und dort gereinigt.

„In Zukunft sieht uns die Stadt Ibbenbüren als normalen Einleiter an“, erläutert Pieper. Bezahlt werden sollen dann nicht mehr die anteiligen Unterhaltungskosten, sondern eine Gebühr – die in der Nachbarstadt derzeit bei 2,62 Euro liegt.

Die Stadt Tecklenburg hatte nach dieser Ankündigung eine Studie bei der Emscher Wassertechnik in Auftrag gegeben, die vier Konzepte erarbeitet hat. „Die wirtschaftlichste Lösung ist, die Kläranlage in Ledde auszubauen und zu erneuern“, nennt Pieper das Ergebnis. Zwei bis 2,4 Millionen Euro werde die Maßnahme je nach Ausschreibungsergebnis kosten. Die Auftragsvergabe solle Anfang 2018 erfolgen.

Die neue Anlage werde leistungsfähiger und benötige weniger Platz als die vorhandene, Baujahr 1965. Die Becken gehen tiefer in die Erde.

Da die Abwasserbelastung die Reinigungsleistung und Größe der Kläranlage bestimme, sind Untersuchungen nötig. Diese werden bereits regelmäßig von der Stadt, aber auch – unangekündigt – vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz durchgeführt. „Die Werte sind uns also bekannt“, so Pieper.

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