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Verein „Magi“ 

Neues Schulgebäude in Malawi eingeweiht

Tecklenburg

Seit mittlerweile elf Jahren gibt es den Verein Magi, der vor allem zum Ziel hat, den Mädchen in dem südostafrikanischen Land zu helfen und sie vor Elend und Gewalt zu schützen, ihnen zu helfen, sich eine lebenswerte Zukunft aufzubauen. 30 Gebäude sind mittlerweile an vier Standorten entstanden.

Von Ruth Jacobusund

Unterricht draußen mit Mützen und Jacken, diese Zeiten sind vorbei. Für die jüngeren Schülerinnen und Schüler gibt es einen Neubau, die Räume für die älteren Jahrgänge werden renoviert. Foto: Magi

Wer nach Afrika fliegt, fliegt in die wärmende Sonne? Mitnichten. In Malawi ist Winter. Der ist zwar nicht so kalt wie in Tecklenburg. Aber immerhin rutschen die Temperaturen auf zehn Grad Celsius ab. Aber das ist auch das Einzige, das Anja Hirschmann gestört hat an ihrem einwöchigen Aufenthalt. Ansonsten hat sie viel Positives zu berichten über das, was der Verein „Magi“ dort wieder geschaffen hat.

Seit mittlerweile elf Jahren gibt es den Verein, der vor allem zum Ziel hat, den Mädchen in dem südostafrikanischen Land zu helfen und sie vor Elend und Gewalt zu schützen, ihnen zu helfen, sich eine lebenswerte Zukunft aufzubauen.

Wie viel Spendengeld ist inzwischen in die Projekte geflossen? Die Tecklenburgerin muss kurz nachdenken. Eine dreiviertel Million Euro seien es wohl, meint sie. Mit dem Geld, das in Deutschland für zwei schnuckelige Einfamilienhäuser reichen würde, hat der Verein „Magi“ in Malawi insgesamt rund 30 Gebäude an vier Standorten errichtet: Häuser, in denen die Kinder leben können und versorgt werden, Schulen, Kindergärten, Koch- und Vorratshäuser, eine Farm, Ställe und einiges mehr. Außerdem wurden Brunnen gebaut.

Kinder draußen unterrichtet

Nun war Anja Hirschmann vor Ort, um die Einweihung einer Schule mitzuerleben. „Die Kinder wurden immer draußen unterrichtet, trotz der Kälte“, erzählt sie. Nun gibt es einen neuen Block für die erste und zweite Klasse, die jeweils 110 Kinder besuchen – hierzulande undenkbar. Zudem ist der Schulblock für die siebte und achte Klasse renoviert worden, der nicht mehr begehbar war. Die Gebäude für die anderen Klassen sollen noch folgen.

Die Schreibtische und Möbel für die 800 Kinder wurden mit Spenden der Aktion „Ein Herz für Kinder“ finanziert. Ausnahmsweise handelt es sich nicht um eine Schule des Vereins „Magi“, sondern um eine gemeindeeigene.

Baumpflanzaktion

Zur Eröffnung wurden Bäume gepflanzt – etwas, das die Kinder in Malawi so nicht kennen. Künftig können sie Mandarinen, Pfirsiche und mehr ernten. Die Kinder haben Patenschaften übernommen, damit die jungen Pflanzen gedeihen und Früchte tragen. Insgesamt seien durch „Magi“ rund 3500 Bäume gepflanzt, worden, berichtet Anja Hirschmann.

Was gut laufe, seien auch die Kinderhäuser, in denen bedürftige Mädchen und Jungen nach der Schule ein Essen bekommen. Einer Sache allerdings hat Anja Hirschmann einen Riegel vorgeschoben: Die Lehrer der Schule hatten es sich angewöhnt, ebenfalls dort zu essen. Dafür sei das Kinderhaus nicht gedacht, sagt sie und hat das auch den Lehrern klar gemacht. Solche Probleme gehören neben der Verwirklichung der Projekte zu den Dingen, um die sich die Tecklenburgerin vor Ort kümmert. Dazu gehört auch, dass das Mobiliar der gerade eingeweihten Schule nicht verliehen werden darf, auch nicht an die Kirche. Das sei schriftlich festgehalten worden. So soll gewährleistet werden, dass die Tische und Stühle in einem guten Zustand bleiben.

Sind weitere Projekte geplant? „Nein“, sagt Anja Hirschmann und schmunzelt. Denn: „Die Projekte finden uns.“ Soll heißen: Wenn Kinder hungern oder es keine Schule für sie gibt, wird der Verein „Magi" aktiv – ehrenamtlich. Jede Spende komme zu 100 Prozent bei den Kindern in Malawi an.

Spendenkonto: IBAN DE43 4035 1060 0073 1257 34, SWIFT: WELADED1STF oder per PayPal: magi.ev@web.de.

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