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Attacke auf Schulgelände

20-Jähriger schwebt nach Messerstecherei in Lebensgefahr

Tecklenburg

Bei einer Messerstecherei auf dem Gelände der Haupt- und Gesamtschule in Tecklenburg ist ein 20-Jähriger am Dienstagabend lebensgefährlich verletzt worden. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Von Ruth Jacobus

Das Gelände der Haupt- und Gesamtschule war am Mittwoch komplett abgesperrt. Die Polizei durchsuchte das Gelände akribisch nach Spuren. Dabei kamen auch Spürhunde zum Einsatz. Foto: Ruth Jacobus

Mit rot-weißen Bändern ist das Gelände der Haupt- und Gesamtschule komplett abgesperrt. Polizisten sind auf Spurensuche. Dort, wo an einem normalen Morgen Kinder in den Pausen spielen und Jugendliche in Grüppchen beieinanderstehen, ist an diesem Mittwoch nichts normal. Die Schule ist geschlossen, auf das Gelände am Howesträßchen kommen nur die Ermittler. Nach einer Messerstecherei, bei der am Dienstagabend ein junger Mann lebensgefährlich verletzt worden ist, wurde eine Mordkommission gebildet.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. In einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Münster, der Polizei Steinfurt und der Polizei Münster wird darüber informiert, dass bei einer Auseinandersetzung zweier Gruppen am Dienstagabend gegen 20.15 Uhr auf dem Schulgelände am Howesträßchen ein 20-Jähriger durch Messerstiche lebensgefährlich und sein sein 17-jähriger Begleiter leicht verletzt worden sind. Die drei Angreifer flüchteten. Die beiden Opfer stammen nach Angaben der Staatsanwaltschaft aus Tecklenburg.

Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt

Bei den Ermittlungsbehörden wurde unter der Leitung von Kriminalhauptkommissarin Julika Böhlendorf eine Mordkommission eingesetzt.

„Nach ersten Erkenntnissen fuhren die drei Angreifer mit einem schwarzen Kleinwagen vor. Die beiden Geschädigten sollen bereits auf dem Schulgelände gewesen sein“, erklärte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Die Hintergründe für das Aufeinandertreffen und die Eskalation der Situation sind noch völlig unklar. Die Ermittlungen stehen noch ganz am Anfang.“

20-Jähriger schwebt weiter in Lebensgefahr

Nach der Tat flüchteten die drei Täter den bisherigen Ermittlungen zufolge mit dem Wagen in unbekannte Richtung.

Das 20-jährige Opfer schwebte auch am Mittwoch noch in Lebensgefahr, sei aber ansprechbar, so Botzenhardt auf Anfrage dieser Zeitung. Der junge Mann habe am Dienstagabend noch selbst den Rettungsdienst gerufen.

Schulgelände bleibt am Mittwoch gesperrt

Das Schulgelände blieb am Mittwoch für die weitere Spurensuche und -sicherung am Tatort gesperrt. Dabei kamen auch Spürhunde zum Einsatz. Die Schulleitung war noch am Dienstagabend über die Schließung informiert worden, erläuterten die Beamten vor Ort.

Die Leiterin der Mordkommission bittet Zeugen, die am Dienstagabend rund um das Schulgelände etwas Auffälliges beobachtet haben, sich bei der Polizei zu melden (0251/2750).

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