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Seniorenzentrum in Leeden

Planungsrecht für den Neubau

Tecklenburg-Leeden

Für das neue Seniorenzentrum in Leeden muss der Bebauungsplan geändert werden. Bevor das geschieht, stellt der Architekt im Fachausschuss den aktuellen Planungsstand vorstellen.

Von Ruth Jacobusund

Auf dem Gelände, auf dem noch die Kirche St. Hedwig steht, soll ein Seniorenzentrum gebaut werden Foto: Ruth Jacobus

Ein Seniorenzentrum im Stiftsdorf – das ist ein lang gehegter Wunsch vieler Leedener. Und der wurde nicht nur beim Bürgerspaziergang im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek) geäußert, sondern auch bei anderen Gelegenheiten. Seit dem vergangenen Jahr ist klar, dass der Wunsch erfüllt werden soll. Die Sander Pflege GmbH will auf dem Gelände an der Elbinger Straße bauen, auf dem derzeit noch die Kirche St. Hedwig steht, die abgerissen werden soll. Nun will die Stadt Baurecht schaffen.

Der Bebauungsplan „Rosenstraße“ soll entsprechend geändert werden. Das steht auf der Tagesordnung des Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses, der am Dienstag, 22. Juni, ab 17 Uhr im Kulturhaus tagt. „Angesichts konkreter Entwicklungsabsichten eines Ambulanten Pflegedienstes soll die Ansiedlung eines Seniorenzentrums im Ortsteil Leeden an der Elbinger Straße auf dem Gelände der Katholischen Kirchengemeinde St. Hedwig Leeden planungsrechtlich vorbereitet werden“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Mit der geplanten Errichtung werde auch einer Forderung der lokalen Bevölkerung entsprochen. Das Gebiet biete sich für die Anlage eines Seniorenzentrums aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage im Zentrum von Leeden an.

Planungsrechtliche Vorbereitung

Das Plangebiet befindet sich an der „Elbinger Straße“, welche über die Kreisstraße (K26) und die Rosenstraße die direkte Verbindung zur Landesstraße (L589) Leedener Straße herstellt.

Das Kirchengebäude wurde 1961 als Notkirche errichtetet, um Vertriebenen katholischen Glaubens nach dem zweiten Weltkrieg eine Stätte des Glaubens bieten zu können. Das Gebäude ist als sogenannte „Schwedenkirche“ aus Holz errichtet worden. „Bedingt durch das verwendete Material sind inzwischen zahlreiche Mängel an der Bausubstanz entstanden, die aus wirtschaftlicher Sicht gegen die Erhaltung des Gebäudes sprechen“, informiert die Verwaltung. Es handele sich bei der Planung um eine bauliche Nachverdichtung innerhalb des vorhandenen Siedlungsbereiches und damit um einen typischen Fall eines Bebauungsplanes der Innenentwicklung.

Das vom Vorhabenträger beauftragte Architekturbüro wird in der Ausschusssitzung den derzeitigen Planungsstand der Seniorenwohnanlage vorstellen. Aus diesen Planungsgrundlagen soll die Änderung des Bebauungsplanes „Rosenstraße“ entwickelt werden. Der sich daraus ergebende Bebauungsplanentwurf soll in einer späteren Ausschusssitzung vorgestellt und die öffentliche Beteiligung beschlossen werden. Auch der Flächennutzungsplan wird angepasst.

Die Kosten des Verfahrens werden von den Bauherren getragen und in einem noch abzuschließenden städtebaulichen Vertrag geregelt.

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