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Neue Kläranlage Ledde wird vom Werk Leeden überwacht

Reinigung per Fernsteuerung

Tecklenburg-Ledde

Die Inbetriebnahme der neue Kläranlage an der Ledder Dorfstraße steht bevor. Sie kann von Leeden aus ferngesteuert werden.

Michael Baar

Vom Klärwerk in Leeden (Bild links) wird nach deren Fertigstellung die neue Kläranlage in Ledde (Bild rechts) per Datenleitung gesteuert. Foto: Michael Baar

Die längste Zeit hat es gedauert. In Kürze soll die neue Kläranlage an der Ledder Dorfstraße den Betrieb aufnehmen. Das Besondere an dem gut zwei Millionen Euro teuren Projekt: „Die Anlage kann von der Kläranlage Leeden aus ferngesteuert werden“, erläutert Bernd Pieper im Telefongespräch mit der Redaktion.

Gereinigt werden in Ledde dann die Abwässer aus Tecklenburg Nord und Ledde. Das alte Klärwerk wurde im Jahr 1965 gebaut – und ist inzwischen völlig überaltert. Zudem werden dort nur die Ledder Abwässer gereinigt. Das Schmutzwasser aus Tecklenburg Nord wird via Laggenbeck zur Kläranlage Püsselbüren der Stadt Ibbenbüren geleitet.

Und von dort gab es vor knapp fünf Jahren Druck: Die Stadt Ibbenbüren kündigte an, ab 2019 für das Schmutzwasser aus Tecklenburg den „normalen“ Preis von 2,62 Euro je Kubikmeter in Rechnung zu stellen. Bislang hatte sie der Stadt Tecklenburg 1,07 Euro je Kubikmeter in Rechnung gestellt. „In Zukunft sieht uns die Stadt Ibbenbüren als normalen Einleiter an“, stellte seinerzeit der Fachdienstleiter Planen und Bauen in der Tecklenburger Verwaltung fest.

Von einem Fachbüro wurden daraufhin im Auftrag der Stadt mögliche Lösungen eruiert. Von den vier vorgeschlagenen Szenarien – Sanierung Kläranlage Ledde, Erneuerung Pumpwerk und Druckrohrleitung nach Ibbenbüren; Ausbau der Kläranlage Leeden für die Reinigung der Abwässer aus Ledde und Tecklenburg Nord; Aufgabe Kläranlage Ledde und direktes Weiterleiten der Abwässer aus Ledde und Tecklenburg nach Ibbenbüren; Ausbau der Kläranlage Ledde für die Reinigung der Abwässer aus Ledde und Tecklenburg Nord – kristallisierte sich die letztgenannte Lösung als beste heraus.

Im Vertrag mit der Stadt Ibbenbüren hatten sich die Tecklenburger verpflichtet, sich an den Unterhaltungskosten der Püsselbürener Kläranlage sowie der Leitung von Laggenbeck bis zum Klärwerk zu beteiligen. Aus Tecklenburg Nord werden jährlich zwischen 100 000 und 120 000 Kubikmeter Abwasser nach Ibbenbüren geleitet, die Schmutzwassermenge in Ledde umfasst rund 100 000 Kubikmeter pro Jahr.

Die Kosten für die neue Kläranlage in Ledde addieren sich auf gut zwei Millionen Euro. Dadurch wird erreicht, dass sie wesentlich leistungsfähiger ist als das alte Werk. Zudem nimmt die neue Anlage weniger Platz in Anspruch, da die Becken tiefer in die Erde eingelassen werden.

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