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Saisonstart verschiebt sich

Rohrbruch bremst das Freibad aus

Tecklenburg

Nachdem die Coronazahlen überall zurückgehen und auch die Lockerungen einen Freibad-betrieb ermöglichen, wurde das Waldfreibad Tecklenburg auf einen baldigen Saisonstart vorbereitet. Doch damit wird es nichts. Ein Wasserrohrbruch verhindert das.

Von Ruth Jacobusund

Baustelle statt Liegewiese: Im Waldfreibad verhindert ein Rohrbruch den Saisonstart. Erst einmal muss der Schaden behoben werden, bevor wieder Wasser ins Becken gelassen werden kann. Foto: BWG

Das erste Freibad öffnet bereits heute. In Hagen a.T.W. dürfen sich die Wasserratten im kühlen Nass tummeln. In der nächsten Woche geht Lengerich an den Start. Und was ist mit dem Waldfreibad, das ebenfalls zur Bäder- und Wasser GmbH (BWG) gehört? „Tecklenburg ist immer etwas Besonderes“, weiß Tilo Frömmel aus Erfahrung. Der BWG-Prokurist meint das dieses Mal allerdings nicht positiv. Denn: Ein Wasserrohrbruch verhindert einen pünktlichen Saisonstart.

Normalerweise sei das Waldfreibad betriebsfähig. Dazu gehört, dass Wasserproben entnommen und untersucht worden sind und dass das Gesundheitsamt sein Okay gibt. Das Wasser wurde eingelassen – bis am Freitag das Desaster festgestellt wurde. Neben dem Springerbereich trat zuerst ein Wasserrinnsal, später ein Wasserschwall aus dem gepflasterten Bereich neben dem Becken aus. Da sich dann auch erste Einfärbungen im Wasserbecken ergaben, war schnell klar, dass sich neben dem vier Meter tiefen Springerbecken im Erdreich ein Problem bestand.

„Neben dem Springerbecken sind auf einer Länge von circa zwölf Metern bis zu einer Tiefe von vier Metern zahlreiche Wasserzuleitungen der Einströmung angebracht, welche frisches Be-ckenwasser aus der Technik in das Becken führen. Diese Rohre sind bereits seit dem Bäderbau im Jahr 1972 im Boden untergebracht und unter einer dicken Schicht Sand und Erde eingebettet. Ein Wasserrohrbruch in diesem Gebiet muss natürlich zuerst mühsam entdeckt werden“, erläutert Tilo Frömmel.

Betriebsleiter Tilo Frömmel

Eine Baufirma machte sich mit Schaufeln an die Arbeit, um das Leck zu finden. „Man buddelt auf Verdacht in die Tiefe“, schildert Tilo Frömmel die Situation. Was die Angelegenheit erschwert: Die Rohre liegen kreuz und quer. Wo genau, muss erst gesehen werden. „Es sind keine Unterlagen verfügbar“, so Frömmel.

Die BWG hat mit dem ersten Erkennen bereits mit den Freilegungsmaßnahmen am Beckenrand begonnen, musste jedoch schnell erkennen, dass die Baugruben sofort mit Wasser vollliefen und ein weiteres Freilegen nicht mehr möglich war, ohne dass noch funktionsfähige Leitungen ebenfalls beschädigt wurden. Schweren Herzens wurde daher bereits am Freitag begonnen, zur Entlastung der Außenseite des Beckens das frische Wasser aus dem Schwimmerbecken abzulassen, damit die Bauarbeiten außen weiter fortgesetzt werden konnten.

Nichtschwimmerbereich soll in Betrieb gehen

„Es gibt, glaube ich, kaum einen dümmeren Zeitpunkt für einen Wasserrohrbruch als so knapp vor der Freibaderöffnung. Wir haben direkt am Sonntag mit dem Bürgermeister das weitere Vorgehen festgelegt“, so Betriebsleiter Frömmel. Am Montag sei es dann gelungen, einen größeren Schaden sowie einen kleineren Schaden zu entdecken. Ein Teil der Wasserzuleitung muss neu erstellt werden. „Sowohl die Bauarbeiten an sich als auch die erneute Befüllung des Beckens mit Frischwasser und die danach notwendige Neubeprobung des Beckens werden jetzt schon drei bis vier Wochen Verzögerung bedeuten, ohne dass wir da weiter beschleunigen können. Wir können nur in der Zwischenzeit den Beckenbereich absperren und zumindest unser Nichtschwimmerbecken in Betrieb nehmen.“

Nach aktueller Planung werden die Laborergebnisse der genommenen Proben Anfang nächster Woche erwartet, so dass dann mit einem Freibadstart zu rechnen ist.

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