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Klimaschutzmaßnahmen werden ab sofort von der Stadt bezuschusst

Sanierungen werden unterstützt

Tecklenburg

Wer in eine klimafreundliche Heizung investiert oder einen Sanierungsfahrplan für sein Haus erstellen lässt, kann mit Zuschüssen von der Stadt rechnen.

Wer seine Öl- oder Gasheizung durch klimafreundliche Heizungsanlagen ersetzt, kann mit einem Zuschuss der Stadt rechnen. Foto: dpa

Ab sofort bezuschusst die Stadt Tecklenburg verschiedene Klimaschutzmaßnahmen. Der Rat der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung zum zweiten Mal ein Zuschussprogramm zur Förderung konkreter Klimaschutzprojekte beschlossen. Die Mittel des „Tecklenburger Klimazuschusses“ werden für die Bezuschussung von Photovoltaikanlagen, Batteriespeichern, individuellen Sanierungsfahrplänen sowie Investitionen in klimafreundliche Heizungsanlagen verwendet. Sie sind insgesamt auf 30.000 Euro beziffert, heißt es in einem Pressebericht der Stadtverwaltung.

Bürger, Vereine und Unternehmen der Stadt Tecklenburg werden für ihre klimafreundlichen Investitionen am Eigenheim mit bis zu 500 Euro je Vorhaben bezuschusst. In diesem Jahr ist sogar eine Doppelförderung aus den drei Bereichen Photovoltaik, energetische Beratung und klimafreundliches Heizen möglich. Die Frist für die Einreichung der Anträge endet am 31. Dezember, vorausgesetzt die Fördermittel sind dann noch nicht ausgeschöpft.

Frist endet am 31. Dezember

Die Errichtung von PV-Anlagen und der Bezuschussung von Batteriespeichern zielt auf die energetische Autarkie ab, die in den heutigen Tagen mehr denn je von Bedeutung ist.

„Neben der eigenen Stromerzeugung ist es wichtig, dass wir mit erneuerbaren Energien heizen und sowohl Öl- als auch Gasheizungen so schnell wie möglich durch klimafreundliche Heizungsanlagen ersetzen“, so Klimaschutzmanagerin Vera Nieratschker. Sie sieht in der Sanierung von Bestandshäusern eine der größten Herausforderungen des Klimaschutzes und freut sich, dass durch den Tecklenburger Klimazuschuss erneut eine kommunale Unterstützung geleistet werden kann. „So kommen wir dem Ziel des Kreises Steinfurt, bis 2040 klimaneutral zu werden, hoffentlich ein Stück näher.“

Der Masterplan Klimaschutz 2.0 des Kreises Steinfurt zeigt auf, dass beim Umstieg von fossilen Heizungen auf alternative Energieträger in Bestandsgebäuden das höchste jährliche Treibhausgas-Einsparpotenzial im Vergleich zu den anderen 17 priorisierten Maßnahmen des Masterplans liegt. An zweiter Stelle mit dem jährlich höchsten Treibhausgas-Einsparpotenzial steht die Errichtung von PV-Anlagen auf privaten Gebäuden.

Klimaschutzmanagerin Vera Nieratschker

Die Förderung der Erstellung eines individuellen Sanierungsfahrplans richtet sich an Hauseigentümer, die nicht sicher sind, wo sie mit der Sanierung beginnen sollen. Der Sanierungsfahrplan gibt detailliert Auskunft über den aktuellen Gebäude-Zustand und es werden die sinnvollsten Sanierungen aufgelistet – für sofort und für die kommenden Jahre. Die Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen werden durch den Plan ökonomisch und energetisch optimiert. Der individuelle Sanierungsfahrplan geht über eine klassische Energieberatung hinaus und gibt dem Hauseigentümer eine gute Basis, wie das Haus langfristig klimafreundlich saniert werden kann, heißt es weiter in der Mitteilung der Stadt. Wer einmal einen individuellen Sanierungsfahrplan vorliegen hat, profitiert doppelt. Denn seit Anfang 2021 wird die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) um fünf Prozent angehoben, wenn Sanierer förderbare Maßnahmen aus einem individuellen Sanierungsfahrplan beauftragen. Und das über 15 Jahre lang.

Die genauen Bestimmungen zum Fördergegenstand, Zuwendungsberechtigte und die Höhe der Förderung finden Interessierte in der Förderrichtlinie „Tecklenburger Klimazuschuss 2022“. Fragen zum Förderprogramm beantwortet Vera Nieratschker, E-Mail nieratschker@tecklenburg.de, 054 82/70 39 41.

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