1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Tecklenburg
  6. >
  7. Schnüpperle kommt in 24 Teilen

  8. >

Zweite Vorleseaktion von Pfarrer Thiel

Schnüpperle kommt in 24 Teilen

Tecklenburg

Als 2020 kurz vor Weihnachten das Land in einen Lockdown ging, kam Pfarrer Björn Thiel auf die Idee, die Geschichte von Esel Bens Reise nach Bethlehem adventsgerecht in 24 Teile zu verpacken und als Hörgeschichte per Telefon und online anzubieten. Das kam so gut an, dass sich Thiel zu einer zweiten Auflage entschloss. Diesmal geht es um den fünfjährigen Schnüpperle und seine Erlebnisse.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

Pfarrer Björn Thiel wurde im vergangenen Jahr vollkommen überrascht vom Erfolg seiner adventlichen Vorleseaktion. Foto: Dario Sellmeier

Ein kleiner Esel namens Ben hat Björn Thiel einen großen Erfolg beschert. Als 2020 vor Weihnachten das Land in einen Lockdown ging, kam der Tecklenburger Pfarrer auf die Idee, die Geschichte von Bens Reise nach Bethlehem adventsgerecht in 24 Teile zu verpacken und als Hörgeschichte per Telefon und online anzubieten. Im Durchschnitt rund 250 Zuhörerinnen und Zuhörer waren vor einem Jahr täglich dabei. Diese Resonanz hat Björn Thiel dazu veranlasst, ab heute erneut Tag für Tag bis Weihnachten kleine Vorlesehäppchen zu bieten.

Diesmal geht es um den fünfjährigen Schnüpperle und seine Erlebnisse. Die Geschichte habe Barbara Bartos-Höppner bereits in den 1960er-Jahren geschrieben, berichtet der Pfarrer. „Ein Klassiker, wenn man so will.“

Jeweils fünf bis sieben Minuten kann man nun täglich Björn Thiel zuhören. Er spricht von einem großen Zuspruch, den er im vergangenen Jahr erfahren habe. Was ihn unter anderem positiv überrascht hat, ist die Tatsache, dass auch viele Erwachsene sein Angebot wahrgenommen haben. Im WhatsApp-Zeitalter habe sich der Vorleseservice schnell herumgesprochen, sodass schließlich sogar Menschen in München, Kiel und der Schweiz der Geschichte vom kleinen Esel Ben zugehört hätten. „Das war der Hammer“, zeigt sich Thiel noch ein Jahr später beeindruckt, welche Kreise seine Corona-Advents-Aktion 2020 zog.

Zugleich sei angesichts der Rückmeldungen recht schnell klar gewesen, dass es eine Fortsetzung geben sollte. Die gesammelten Erfahrungen, so der Pfarrer, hätten es ihm nun ein bisschen leichter gemacht, die 24 Teile aufzunehmen. Zwar ist er berufsbedingt ein Mann der Worte, doch das Lesen einer Kindergeschichte für ein Publikum, das sich das Ergebnis übers Telefon anhört oder dafür online geht, sei schon gewöhnungsbedürftig gewesen. Vier bis sechs Mal habe er manche der Kapitel vorgetragen, ehe er mit dem Ergebnis zufrieden war. Das sei bei der zweiten Auflage nun so nicht mehr der Fall gewesen. Allerdings betont Björn Thiel auch, dass die Arbeit nicht in einem „Profistudio“ stattgefunden habe, sondern unter eher einfachen Bedingungen.

Die Auswertung der Premierenaktion und die Gespräche, die es danach gab, haben ihm einige Erkenntnisse geliefert. Der Großteil wähle die Internetvariante zum Zuhören, lautet eine. Eine andere: Unter den kleinen und großen Zuhörern sind auch ein paar Bekannte. Zum Beispiel ein älteres Ehepaar, mit dem Thiel vor einiger Zeit das Fest der Goldenen Hochzeit feierte. Oder die Bewohner eines Altenheims, die sich vom Pfarrer unterhalten ließen. Gleichwohl versteht der Initiator und Macher sein Angebot nach wie vor als eines für Kinder. Ganz konkret denkt er an den Lebendigen Adventskalender in Tecklenburg. Der nimmt heute ebenfalls seinen Anfang. Die Treffen ab 18 Uhr seien für manchen jungen Menschen vielleicht schon ein wenig spät terminiert. Als Ersatz, so der Gedanke Thiels, könne er ihnen nun Schnüpperles Abenteuer bieten.

Die 24-teilige Adventsgeschichte kann unter

 0 54 82/29 69 873 oder www-ek-te.de/adventsgeschichte gehört werden. Telefonisch steht jeweils nur der tagesaktuelle Teil zur Verfügung, online gibt es diese Begrenzung nicht.

Startseite
ANZEIGE