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Politprominenz besucht Baustelle in Brochterbeck

Starke Frauen sorgen für Radweg

Tecklenburg-Brochterbeck

„Zwei starke Frauen wollen einen Radweg bauen“, und dann kommt Straßen.NRW ins Spiel. So oder so ähnlich sei es gelaufen, erzählte Hubertus Ebbeskotte von Straßen.NRW am Freitagmittag den Besuchern der Baustelle zwischen Dörenthe und Brochterbeck. Darunter auch – man merkt, es ist Wahlkampf – Verkehrsminister Hendrik Wüst und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.

Von Sabine Plake

Da hatten alle gut lachen: Viele Akteure haben dafür gesorgt, dass der Bürgerradweg von Brochterbeck bis nach Dörenthe Realität wird. Und die Vorsitzende des Bürgerradwegvereins Silke Wellmeyer (6. von links) und ihre Vertreterin Ulrike Sackarndt (6. von rechts) freuten sich über den Besuch von Vertretern von Straßen NRW, der Städte Tecklenburg und Ibbenbüren sowie Verkehrsminister Hendrik Wüst (2.von rechts) und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (3. von rechts), die ein Heimspiel hatte. Foto: Sabine Plake

„Zwei starke Frauen wollen einen Radweg bauen“, und dann kommt Straßen.NRW ins Spiel. So oder so ähnlich sei es gelaufen, erzählte Hubertus Ebbeskotte von Straßen.NRW am Freitagmittag den Besuchern der Baustelle zwischen Dörenthe und Brochterbeck. Darunter auch – man merkt, es ist Wahlkampf – Verkehrsminister Hendrik Wüst und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek.

Die Vorsitzende der Initiative für den Radweg zwischen Brochterbeck und Dörenthe, Silke Wellmeyer, und ihre Stellvertreterin Ulrike Sackarndt sind die beiden starken Frauen. Wellmeyer erinnerte an ihre Kindheit: Schon damals habe ein Radweg an dieser Straße gefehlt. Heute sei das Thema aktueller denn je. Nun sind der Initiative dieses Vereins 3,8 Kilometer zu verdanken, so der Vertreter von Straßen NRW. Übrigens ist dieser Bürgerradweg Teil von insgesamt 170 Bürgerradwegen, die er betreut habe, so Ebbeskotte, immerhin rund 370 Kilometer.

Hinter so einer Initiative stünden aber immer ganz viele Menschen, unterstrich Ebbeskotte. „Ob Sie so viele Verdienstmedaillen im Land haben . . .“, richtete er das Wort an Verkehrsminister Hendrik Wüst.

Wüst betonte den Stellenwert des Fahrrads. Weil das Fahrrad für die Mobilität heute eine immer größere Rolle spiele, habe das Land NRW zwischenzeitlich in dieser Hinsicht nachgebessert. Nun gebe es „mehr Geld, mehr Planbeschleunigung, mehr Planer“ in den Behörden, denn es soll „Richtung 1000 Kilometer Radwege gehen“, weil „die Menschen sich das wünschen“. Und er versprach, wenn der Radweg eingeweiht werde, komme er wieder und schneide das Band durch. Das wurde mit großem Hallo kommentiert.

Stefan Streit, Bürgermeister von Tecklenburg, betonte die Verbundenheit zwischen Dörenthe und Brochterbeck – „Die mögen sich“ – und die gute Zusammenarbeit zwischen Ibbenbüren und Tecklenburg. Velo-Routen, Schnellradwege, das alles sei sehr wichtig in diesen Zeiten. Uwe Manteuffel, technischer Beigeordneter der Stadt Ibbenbüren, erklärte, zu solchen Baustellen fahre man mit Stolz hin, weil es dort Bürger gebe, die sich engagieren.

Da werde nicht lang geschnackt, sondern gemacht. Bürgerradwege, die seien hier in der Region ganz selbstverständlich. Und er lobte die interkommunale Zusammenarbeit. Radwege, das seien sichere Wege und somit auch sichere Schulwege.

Zwischen Brochterbeck und Dörenthe an der L 591 entsteht derzeit auf rund 3, 8 Kilometern eine Rad- und Gehwegeverbindung. Erste Kontaktaufnahme zwischen Initiative und Straßen NRW war 2018, Baustart 2021. Ende des Jahres soll der Weg fertig sein.

Der Bürgerradweg wird auf der Nordseite der Brochterbecker Straße vom Kreisverkehr in Brochterbeck bis zur Münsterstraße in Dörenthe verlaufen. Dafür gibt es Zusagen vom Land NRW, vom Kreis Steinfurt und auch aus Ibbenbüren und Tecklenburg über insgesamt 135 000 Euro pro Kilometer für den 3,2 Kilometer langen Radweg. 

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