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25. „Abend der Diakonie“

Subsidiaritätsprinzip als Grundlage der Ordnung

Tecklenburg

Mit dem „Abend der Diakonie“ will die Diakonie die Verbindungen zu Partnern in Kirche und Politik sowie zu Interessierten pflegen. Viel Wert wird dabei zudem auf das an den Vortrag anschließende Zusammensein und den gemeinsamen Austausch gelegt. Nun wurde zum 25. Mal dazu eingeladen.

Foto: Diakonie

Zum 25. Mal hatten die Diakonie WesT und der Evangelische Kirchenkreis Tecklenburg zum „Abend der Diakonie“ auf Haus Marck eingeladen. Referentin war Kirsten Schwenke, juristische Vorständin der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe. In einem Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde wurde die Relevanz des Subsidiaritätsprinzips für Staat und Zivilgesellschaft erörtert und diskutiert.

Mit dem „Abend der Diakonie“ will die Diakonie die Verbindungen zu Partnern in Kirche und Politik sowie zu Interessierten pflegen. Viel Wert wird dabei zudem auf das an den Vortrag anschließende Zusammensein und den gemeinsamen Austausch gelegt.

Wichtige Voraussetzung

Nach einem Grußwort des Landrates Dr. Martin Sommer und des Superintendenten André Ost begann der Vortrag von Kirsten Schwenke: Nach dem Subsidiaritätsprinzip soll eine (staatliche) Aufgabe soweit wie möglich von der unteren Ebene, sprich dem Individuum, der Familie oder der Gemeinde wahrgenommen werden. (Höhere) staatliche Institutionen sollten nur dann regulativ eingreifen, wenn die Möglichkeiten des Einzelnen, einer kleineren Gruppe oder niedrigeren Hierarchie-Ebene allein nicht ausreichen, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen. Der Staat vergibt dabei die sozialen Aufgaben an freie Träger.

„Das Subsidiaritätsprinzip ist eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit unserer Diakonie“, betonte Superintendent André Ost während seiner Einführung in das Thema. Daraus folgend übernehmen diakonische Einrichtungen und andere Träger der freien Wohlfahrtspflege gesellschaftliche Aufgaben, die allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen sollen. Gleichzeitig sichert der Staat durch das Prinzip eine Angebotsvielfalt und Wahlfreiheit für seine Bürgerinnen und Bürger. Insbesondere nach den Erfahrungen des Dritten Reiches wollte man verhindern, dass der Staat zentralistisch für alle gesellschaftlichen Aufgaben zuständig ist. Vielmehr sollten möglichst viele und breit aufgestellte gesellschaftliche Gruppen zum Wohl der Gesellschaft tätig werden.

Nach einer Diskussionsrunde und einem Abendgebet wurden die Gäste zu Getränken und Gesprächen in den Rittersaal eingeladen. Am Kamin des geschichtsträchtigen Ortes der Geburtsstätte von Friedrich von Bodelschwingh fand der Abend bei angeregten Gesprächen seinen Ausklang.

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