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Reihe der Picknick-Konzerte beendet

Tiefer Einblick in Gefühle

Tecklenburg

Mit „The Blackbird“ wurde die Reihe der sommerlichen Picknick-Konzerte in den Anlagen von Haus Hülshoff beendet.

-axe-

„The Blackbird“ alias Greg Dinunzi (rechts) und Bassist Thomas Kabiersch harmonierten bestens. Foto: Axel Engels

Zum Abschluss der Reihe der Picknick-Konzerte auf dem Gelände von Haus Hülshoff gab es ein Wiedersehen mit „The Blackbird“, der im Vorjahr mit Klassikern des amerikanischen Blues und Rock’n´Roll das Publikum begeistert hatte. Ihm zur Seite standen diesmal der Bassist Thomas Kabiersch und der Percussionist Leonardo von Papp. Sie präsentierten aus dem großen Repertoire der Eigenkompositionen von „The Blackbird“, mit bürgerlichem Namen Greg Dinunzi, ein facettenreiches Programm.

„Heute könnte es etwas lauter werden“, hieß es im Vorfeld, aber phonmäßig hielt sich das Konzert in normalen Grenzen. Was der sympathische Sänger und Gitarrist musikalisch bot, war hochwertige, von Hand gemachte Musik mit großer Gefühlstiefe. Seine Wurzeln liegen im ehrlichen Blues sowie bei der Country-Musik, daraus hat er sich einen eigenen Stil erarbeitet, und das macht seine Lieder gleichsam unverwechselbar. Wenn „Love & Let Live“ und „So Full of Love“ mit Esprit und Leidenschaft erklangen, genoss man die tiefen, in Musik gesetzten Gefühle. „The Washer of the Ford“ ließ mystisch den Geist von Bohne-Nighe aus der schottischen Folklore wieder aufleben. Aber eben nicht zum Erschauern, sondern zum Vergnügen des begeisterten Publikums.

Begeistertes Publikum

Der auf Long Island New York geborene Sänger versteht sein Handwerk, und mit Thomas Kabiersch und Leonardo von Papp standen ihm zwei kongeniale Musiker zur Seite, die seine Intentionen bestens aufnahmen. Da stimmte der Dialog bis ins kleinste Detail, konnte sich die Stimme von „The Blackbird“ frei über dem farbenreichen instrumentalen Klang entfalten.

In drei Sets nahm „The Blackbird“ die Besucher mit auf eine musikalische Reise, bot einen tiefen Einblick in sein Denken und Fühlen. Dabei waren seine Texte mit Akribie und Feinsinn geschrieben, wusste er diese dann in ein jederzeit adäquates Gewand zu kleiden. „Your’re Beautiful When You’re Free“ zeigte die Prägung des engagierten Musikers während seiner Kindheit, der Zeit der Mondlandung, der Bürgerrechtsbewegung und des Vietnamkrieges. Selten erlebt man einen Singer-Songwriter, der so authentisch agiert wie Greg Dinunzi. Das machte das Finale der Konzertreihe zu einem bewegenden Erlebnis, und nach diesem erfolgreichen Auftritt kommt dieser charismatische Musiker hoffentlich bald wieder einmal nach Tecklenburg.

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