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Werkausschuss beschäftigt sich mit den Abwassergebühren

Trockene Sommer gehen ins Geld

Tecklenburg

Für die Abwassergebühr müssen die Bürgerinnen und Bürger im nächsten Jahr tiefer in die Tasche greifen. Diesen Vorschlag hat der Werkausschuss dem Stadtrat gemacht. Grund für die anstehende Gebührenerhöhung sind unter anderem die vergangenen zwei trockenen Sommer.

Ruth Jacobus

Die neue Kläranlage in Ledde wurde im Frühjahr in Betrieb genommen. Rund 200 000 Kubikmeter Wasser werden dort gereinigt. Foto: Ruth Jacobus

Die Abwassergebühren sollen erhöht werden. Das schlägt der Werkausschuss dem Stadtrat einstimmig vor. Das Gremium tagte am Dienstagabend im Kulturhaus und fasste den Beschluss ohne Diskussion. Zuvor hatte Petra Drischel für die Stadtverwaltung die Gründe für die Erhöhung erläutert.

Die trockenen Sommer der beiden vergangenen Jahre, in denen es wenig geregnet habe, hätten dazu geführt, dass der Anteil des Regenwassers am Abwasser gesunken sei. Dadurch habe sich der Anteil des Schmutzwassers an der Gesamtmenge erhöht. Da Gebühren kostendeckend sein müssen, werde eine Erhöhung notwendig. Außerdem seien die Gebührenrückstellungen so gut wie aufgebraucht. Im Jahr 2021 könnten noch 182 000 Euro zugunsten der Gebührenzahler angerechnet werden. Trotzdem sei es nicht möglich, die derzeitigen Zahlen zu halten.

Die Kosten für das Schmutzwasser liegen bei 1,4 Millionen Euro und für das Niederschlagswasser bei 703 000 Euro. Für das Niederschlagswasser zahlen die Tecklenburger künftig 84 Cent statt 1,01 Euro pro Quadratmeter befestigter Fläche. Für das Schmutzwasser werden 3,76 statt 3,34 Euro berechnet.

Erhöht wird auch die Gebühr für die Entsorgung von Grundstücksentwässerungsanlagen. Diese war, da der Vertrag ausläuft, von der Stadt neu ausgeschrieben worden. Den Zuschlag bekommt zwar der bisherige Entsorger, der das günstigste Angebot abgegeben hat, jedoch werden künftig 27 statt 20,50 Euro pro Entleerung berechnet. Die kostendeckende Gebühr steigt von 47,14 auf 57 Euro pro Kubikmeter. Circa 400 Kleinkläranlagen gebe es in Tecklenburg, erläuterte Bernd Pieper, Fachbereichsleiter Bauen, Planen und Umwelt.

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