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Jubilarehrung bei den Ledder Werkstätten

Über 1000 Dienstjahre sind versammelt

Tecklenburg-Ledde

Insgesamt 45 Personen (mit über 600 Mitarbeitenden ist die diakonische Einrichtung einer der großen Arbeitgeber der Region) stehen in den Jahren 2020 und 2021 25 und 40 Jahre in Diensten der Ledder Werkstätten beziehungsweise wechseln in dieser Zeit in den Ruhestand. Für sie gab nun zwei Feierstunden.

Zahlreiche Jubilare der Ledder Werkstätten wurden in einer Feierstunde geehrt und Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet. Foto: LeWe

„Ein paar 100 Jahre Erfahrung sind heute Mittag beisammen. Sie stehen heute jede und jeder als ein wichtiger Teil der Ledder Werkstätten hier und sind lange Jahre mit uns unterwegs.“ Mit wertschätzenden Worten begrüßte Ralf Hagemeier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Jubilarehrung, die coronabedingt schon zum zweiten Mal nicht wie gewohnt während der Adventsfeier stattfinden konnte und kann. Aus dem gleichen Grund hatte der LeWe-Geschäftsführer die sehr groß gewordene Gruppe auf zwei Termine verteilt. Treffpunkt war jeweils das Gasthaus Folsche in Ledde, wo sich bei einem leckeren Mittagessen die Unterhaltung ganz von selbst ergab.

Über 1000 Dienstjahre

Insgesamt 45 Personen (mit über 600 Mitarbeitenden ist die diakonische Einrichtung einer der großen Arbeitgeber der Region) stehen in den Jahren 2020 und 2021 25 und 40 Jahre in LeWe-Diensten beziehungsweise wechseln in dieser Zeit in den Ruhestand. Insofern waren es tatsächlich weit über 1000 Dienstjahre, die da bei Hochzeitssuppe und hausgemachten Rouladen angeregt plauderten.

Vielen von ihnen sind diese Ehrung und das Goldene Kronenkreuz für 25 Jahre im Dienst der Diakonie persönlich wichtig. „Damit das nicht einfach so verloren geht, möchten wir allen die Möglichkeit geben, heute wahrgenommen zu werden. Auch wenn wir nur ein kleiner Kreis sind“, spielte der Geschäftsführer auf den sonst üblichen Rahmen mit über 400 Gästen im großen, Zelt an.

Persönlicher Rahmen

Immerhin: In diesem persönlichen Rahmen ergebe sich die Möglichkeit, einmal anders auf die Jubilare zuzugehen, nämlich sie thematisch und nach ihren persönlichen Beiträgen zur Gesamtentwicklung zu ehren, so der Geschäftsführer. Deutlich wurde dabei: Die LeWe sind stark gewachsen in der langen Zeit, die die Jubilare und Neu-Rentner mitgestaltet haben. Hagemeier ehrte beispielsweise Nachtwachen und Hauswirtschaftskräfte, die in ihrer Rolle das Leben mit den Bewohnern täglich gestalten. Dazu hätten viele Veränderungen, natürlich auch das Älterwerden im eigenen Zuhause, gehört.

Er ging auf wertvolle Erfahrungen wie die Hofläden ein, wo Jubilare über Jahre gearbeitet hatten. Das seien ganz wichtige Erfahrungen gewesen, aus denen später das „Visavis“ in Lengerich oder der „LebensMittelpunkt“ in Leeden hätten entstehen können. Weit über 40 LeWe-Immobilien sind heute allein mit Hausmeistern nicht mehr zu bewältigen. Also wurde schrittweise eine Haustechnik mit allen nötigen Gewerken personell aufgebaut, wo nun auch erste Mitarbeiter in den Ruhestand gehen.

Ralf Hagemeier, Geschäftsführer

Thema Teilhabe durch Arbeit für schwerst- und mehrfachbehinderte Menschen: Dort hätten Jubilare und ihre Kollegen in den 1990er Jahren mit begrenzten Möglichkeiten gearbeitet. Heute verfüge die Einrichtung über vier solcher Bereiche mit modernen Pflegebädern und optimaler Ausstattung. Besonders freute sich der Geschäftsführer über damals junge Kräfte unter den Jubilaren, die – nun etwas älter und bestens qualifiziert – bereit seien für neue Aufgaben. Deren fachliche Arbeit sowie der Einsatz in Projekten und für die Gesamtentwicklung qualifiziere sie heute für neue Aufgaben mit Leitungsverantwortung.

Schließlich sprach Hagemeier, selbst seit 35 Jahren in der Diakonie tätig, die Mitarbeitenden an, die 40 Jahre dabei sind. Ihnen wie auch allen anderen dankte er für Kreativität, Engagement und die immer neue Bereitschaft zu Veränderungen. „Sie haben alle an der Entwicklung der Lebenswelt von Menschen mit Behinderungen und deren ständiger Qualifizierung mitgewirkt!“

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