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Dynamisches Wachstum der Amazone-Werke

Umsatz wächst um 15 Prozent

Tecklenburg-Leeden

Ein Umsatzwachstum von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat die Amazone-Gruppe im Geschäftsjahr 2020 erwirtschaftet. Den Gesamtumsatz beziffert das Familienunternehmen laut Pressemitteilung auf 537 Millionen Euro (2019: 467 Millionen Euro). Damit erreichte der Hersteller von Land- und Kommunaltechnik die höchsten Erlöse in der 138-jährigen Firmengeschichte.

wn

Setzen hohe Maßstäbe in Leistung, Präzision und Bedienkomfort: Selbstfahrende Pflanzenschutzspritze Pantera, Einzelkorn-Sämaschine Precea und selbstfahrender Mäher Profihopper Foto: Amazone

Die Amazone-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2020 die Umsatzmarke von 500 Millionen Euro übertroffen. Weltweit erzielte der Hersteller von Land- und Kommunaltechnik ein Umsatzwachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den Gesamtumsatz 2020 beziffert das Familienunternehmen laut Pressemitteilung auf 537 Millionen Euro (2019: 467 Millionen Euro). Damit erreichte Amazone die höchsten Erlöse in der 138-jährigen Firmengeschichte.

Trotz der Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie wurde ein deutliches Umsatzplus erzielt. „Dies ist ein starkes Ergebnis und ein großer Erfolg für die gesamte Amazone-Gruppe und unsere Partner“, stellen die Eigentümer Christian Dreyer und Dr. Justus Dreyer heraus. „Das gesamte Team hat im vergangenen Geschäftsjahr alles daran gesetzt, einen möglichst normalen Betrieb in der Corona-Pandemie zu gewährleisten. Durch das hohe Engagement und die Disziplin aller Mitarbeitenden konnten Verzögerungen in der Produktion vermieden und alle Aufträge gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern ausgeliefert werden.“

Die breite internationale Aufstellung hat sich besonders auf das positive Ergebnis ausgewirkt. Mit über 80 Prozent Exportanteil und dem großen Angebot für jede Betriebsgröße kann Amazone von einer guten Stellung auf allen wichtigen Exportmärkten profitieren. Insbesondere in Deutschland, Dänemark, Belgien, Russland und Österreich haben sich die Landtechnikgeschäfte sehr gut entwickelt.

Die Zahl der Beschäftigten blieb insgesamt stabil und liegt aktuell weltweit bei 1900 Mitarbeitenden.

Trotz der erschwerten Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie ist es Amazone nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr gelungen, wichtige Investitionsprojekte planmäßig abzuschließen. So konnte das neue Ersatzteilzen-trum „Global Parts Center“ am Standort Leeden an den Start gehen. Die erhöhten Lagerkapazitäten und die neue, moderne Ersatzteillogistik mit deutlich reduzierten Durchlaufzeiten sollen weltweit einen hohen Servicegrad sichern, schreibt das Unternehmen.

Insgesamt beliefen sich auch 2020 die Investitionen in Sachanlagen im zweistelligen Millionenbereich. In die Gebiete Forschung und Entwicklung hat das Unternehmen mehr als sechs Prozent des Umsatzes investiert. In diesem Jahr ist ein bedeutender Ausbau des Standortes Bramsche geplant.

Amazone hält darüber hinaus an den Plänen zur Weiterentwicklung des Produktprogramms fest. Auf die immer größer werdende Nachfrage nach Präzisionslandwirtschaft hat Amazone nach eigenen Angaben bereits mit vielen innovativen Lösungen reagiert.

Das Ziel von Amazone ist es, in die weitere Entwicklung von modernen Präzisionstechnologien zu intensivieren, um mehr Klima-, Natur- und Umweltschutz umzusetzen sowie gleichzeitig höchste Erträge zu sichern und Kosten zu sparen. Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Digitalisierung und Vernetzung aller betrieblichen Prozesse. „Amazone 4.0 ist der Schlüsselbegriff für unseren Beitrag in den Bereichen Software, Elektronik und Sensorik für mehr Präzision, Bedienkomfort und Transparenz“, signalisieren die Eigentümer. „Unsere Stärke ist unser hauseigenes Elektronik-Know-how in Form einer erfahrenen Entwicklermannschaft, die mittlerweile auch die Software selbst programmiert.“

Insgesamt sieht das Unternehmen im „Intelligenten Pflanzenbau“ viele zukünftige Veränderungen mit großem Potenzial für sich und die Vertriebspartner. Diese reichen von modernisierten Anbau- und Aussaatverfahren über die Sortenwahl, abwechslungsreichere Fruchtfolgen bis hin zum Anbau von Zwischenfrüchten und Untersaaten.

„Leider fallen aufgrund der Corona-Pandemie viele landwirtschaftliche Messen und Fachveranstaltungen aus, die uns für die Vorstellung unserer Innovationen wichtige Kontaktpunkte bieten“, berichten Dreyers weiter. „Wir versuchen, dies mit unserem starken, flächendeckenden Vertriebsteam und Händlernetz auszugleichen. Unterstützend bauen wir den digitalen Kommunikationsweg weiter aus.“

Die Umsatzentwicklung für das Geschäftsjahr 2021 prognostizieren die beiden Eigentümer verhalten optimistisch: „Die Auftragslage ist über alle Produktbereiche zum aktuellen Zeitpunkt gut. Somit können wir dem ersten Halbjahr 2021 sehr positiv entgegensehen. Jedoch können die dynamische Pandemie-Lage sowie weiter anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen und sich verändernde politische Rahmenbedingungen die Konjunktur negativ beeinflussen. Zudem werden wir zurzeit mit überproportionalen Preissteigerungen und Engpässen vonseiten unserer Zulieferer konfrontiert. Darüber hinaus muss sich die Agrarbranche vermehrt auf klimabedingte Wetterextreme einstellen. Auf der anderen Seite bleibt die weltweite Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Lebensmitteln weiter steigend.“

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