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Vortrag beim GHV über den Wandel in der Landwirtschaft

Veränderungen durch eine „stille Revolution“

Tecklenburg

Ökologische Fragen bestimmen bestimmen die Landwirtschaft immer stärker. Darauf wies Gisbert Strotdrees in seinem Vortrag beim GHV hin.

Anhand von zwei Bildern beschrieb Gisbert Strotdrees den Wandel in der Landwirtschaft. Foto: Frank Bosse

Die „stille Revolution“ in der Landwirtschaft im Münsterland zwischen den Jahren 1950 und 2000 war das Thema einer Vortragsveranstaltung des Geschichts- und Heimatvereins (GHV). Rund 40 Interessierte fanden sich im Kulturhaus ein, um Gisbert Strotdrees, Redakteur beim Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben in Münster, zu hören.

Zum Auftakt zeigte Strotdrees zwei Fotos von einem Bauernhof – einmal, wie er um 1900 aussah, und dann, wie er sich um 1980 präsentierte. Das erste Bild zeigte den Bauern inmitten seiner großen Familie und dem Gesinde auf dem Hof. Ein Pferd, einige Stück Vieh und wenige landwirtschaftliche Geräte rundeten das Bild ab. Im zweiten Foto steht der Bauer mit seiner Frau vor einem modernen Traktor. Zahlreiche landwirtschaftliche Maschinen befinden im Hintergrund.

Maschinisierung der Landwirtschaft

Damit, so meinte der Referent mit einem Augenzwinkern, sei die „stille Revolution“ auf dem Lande hinreichend geschrieben. Doch dann wartete Strotdrees mit einer Fülle von Einzelbeobachtungen auf. Beispielhaft sei hier hingewiesen auf die Maschinisierung der Landwirtschaft (eine Zunahme der Traktoren zwischen 1950 und 1970 um fast das 20-fache und die Steigerung der Milchleistung der Kühe).

Die Maschinisierung habe auch die Rolle der Bäuerin signifikant verändert. Die Melkmaschine, der Kühlschrank und die Waschmaschine habe die Rolle der Frau auf dem Bauernhof zweifelsfrei gebessert, so der Referent.

Er zeichnete jedoch nicht ein Bild des unkritischen Fortschrittsoptimismus. Ökologische Fragen würden die Landwirtschaft immer stärker bestimmen. „Wachsen oder Weichen“ sei zwar die Formel, um die vergangenen Jahrzehnte zu beschreiben. Doch wohlweislich hatte Strotdrees den Titel seines Referats um den Begriff des „Wandels“ erweitert. Dieser sei heute schon an der Direktvermarktung (Hofläden) oder der Spezialisierung (zum Beispiel Erdbeer- und Spargelanbau) erkennbar.

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