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Besuche im Matthias-Claudius-Haus

Viel Verständnis bei den Angehörigen

Tecklenburg

Eine FFP2-Maske ist Pflicht für jeden, der im Matthias-Claudius-Haus einen Angehörigen besuchen will. Das gilt selbstverständlich auch an den Weihnachtstagen. Eine weitere Vorgabe: Jeder Besucher muss sich im MCH anmelden.

Michael Baar

Das Matthias-Claudius-Haus am Bodelschwinghweg in Tecklenburg. Foto: Michael Baar

Zum Ende der vergangenen Woche ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Tecklenburg sprunghaft von 14 auf 30 gestiegen. Derzeit sind es (Stand Dienstag) 32 Personen.

Dem Gerücht, das Matthias-Claudius-Haus (MCH) sei massiv betroffen und deshalb geschlossen worden, tritt Jörg Niemöller entschieden entgegen. „Es gibt kein Besuchsverbot“, betont der Leiter auf Nachfrage dieser Zeitung. Eine geringe Zahl von Bewohnern sei mit Sars-Cov-2 infiziert. „Das ist durch Schnelltests aufgefallen. Alle Betroffenen sind zum Glück relativ symptomfrei“, ergänzt er. Und noch mal ganz deutlich: „Dass die Zahl so hoch ist, liegt nicht an uns.“

Der Zutritt zum Matthias-Claudius-Haus ist Besuchern nur mit einer FFP2-Maske gestattet. Eine für alle Seniorenheime gültige Vorgabe. Ebenso die Tatsache, dass Besuche nur nach vorheriger Anmeldung möglich sind. „Da sind die Angehörigen sehr verständnisvoll“, beschreibt Jörg Niemöller den Alltag. Auch mit Blick auf die Weihnachtstage und den Jahreswechsel. Und die Bitte des MCH, auf Besuche möglicherweise auch zu verzichten.

„Weniger ist manchmal mehr“, fasst der Leiter in vier Worten zusammen, was in Corona-Zeiten angesagt ist. Die Angehörigen sollten untereinander absprechen, wer an welchem Tag das Familienmitglied im Matthias-Claudius-Haus besucht. Die Palette der diesbezüglichen Wünsche sei groß und reiche von denjenigen, „die auf alle Fälle kommen wollen“, bis zu denen, die mit einem Gruß am Fenster zufrieden seien.

Eine große Hilfe seien auch die vom Lions Club Tecklenburger Land zur Verfügung gestellten Tablets für die Bewohner. Via Skype lasse sich so an den Feiertagen Kontakt zu größeren Gruppen in der Familie pflegen – in Bild und Ton. Auch das gute alte Telefon erlebe eine Blütezeit. „Für die Bewohner ist das ein wichtiges Kommunikationsmittel“, bezieht sich Jörg Niemöller auf entsprechende Beobachtungen des Sozialen Dienstes, der die Menschen im MCH begleitet.

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