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„Das Senfkorn“ und der Kneipp-Kindergarten gemeinsam auf dem Weg zum Familienzentrum

Von den Stärken profitieren

Tecklenburg/Ledde

Die Kindergärten „Das Senfkorn“ und der Kneipp-Kindergarten aus dem Kindertagesstätten-Verbund im Kirchenkreis Tecklenburg möchten Familienzentrum werden. Beide Einrichtungen arbeiten schon lange eng zusammen.

Von und

Jennifer Brand und Monika Meierotte (von links) stehen im Austausch mit Florian Dudek, André Scheipers und Sabine Barelmann, die sie bei der Zertifizierung unterstützen. Foto: Christine Fernkorn

Nordrhein-Westfalen hat sich mit der Einführung der Familienzentren 2007 entschieden, ein besonders Angebot von Kitas für Familien zu schaffen. Mit dem Gütesiegel „Familienzentrum NRW” existiert ein Instrument der Qualitätssicherung, das die Leistungen des Familienzentrums definiert und ihre Realisierung für die Öffentlichkeit sichtbar macht. Davon profitieren sowohl die Familien als auch Einrichtungen und Träger, teilt der Kirchenkreis Tecklenburg in einem Pressebericht mit.

Auch die Tecklenburger Kindergärten „Das Senfkorn“ und der Kneipp-Kindergarten aus dem Kindertagesstätten-Verbund im Kirchenkreis Tecklenburg haben sich dafür entschieden, Familienzentrum werden zu wollen. Den ersten Termin zum Austausch, zur inhaltlichen Vorbereitung des Zertifizierungsprozesses und Terminabsprachen gab es schon. Die Einrichtungsleiterinnen Monika Meierotte („Senfkorn“ in Ledde und Jennifer Brand (Kneipp-Kindergarten Tecklenburg) trafen sich mit Florian Dudek, Sachgebietsleiter Kindertagesbetreuung/Elterngeld, und André Scheipers, Fachberater (beide Jugendamt im Kreis Steinfurt) sowie Sabine Barelmann im Kindergarten Senfkorn. Sabine Barelmann wird die beiden Kita-Teams in Vorbereitung auf die Zertifizierung zum Familienzentrum coachen.

Ein Ort für alle Familien

Welche Bedingungen erfüllt werden müssen, erläutert Jennifer Brand: „Wir wollen im Raum Tecklenburg einen Ort für alle Familien schaffen, wo sie sich beraten, begleiten und unterstützen lassen können. Um zertifiziert werden zu können, möchten wir ein gemeinsames Konzept entwickeln, um Familien in unterschiedlichen Bereichen mit verschiedenen Angeboten zu unterstützen. Dazu gehören zum Beispiel Beratung und Unterstützung für Kinder und Familien, Familienbildung und Erziehungspartnerschaft, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kooperationsstrukturen mit Kooperationspartnern, Qualitätssicherung durch Steuerung und Teamentwicklung. Alle diese Themen werden wir gemeinsam mit den Teams bearbeiten und gute Strukturen und eine vielfältige Angebotspalette für Familien ausarbeiten.“

Beide Einrichtungen hätten sich gemeinsam um die Anerkennung und Förderung zum „Verbundfamilienzentrum“ beworben und den Zuschlag bekommen, so Monika Meierotte. Man wolle der Grundvorstellung gerecht werden, dass Familien- und Verbundzentren auf lokaler Ebene die Knotenpunkte in einem neuen Netzwerk darstellen. „Das heißt, dass Familienzentren untereinander Kooperationen und Vereinbarungen treffen, die Vernetzungen von Förder- und Hilfsangeboten für Familien ermöglichen.“

Um das Gütesiegel „Familienzentrum NRW“ tragen zu dürfen, muss die Zertifizierung zum Familienzentrum binnen eines Jahres erfolgen. „Da wir aber beide kleine Einrichtungen mit je zwei Gruppen sind, haben wir uns gedacht, dass wir ein größeres Spektrum abdecken können, wenn wir uns zusammen zertifizieren lassen“, so Monika Meierotte weiter. „Da beide Einrichtungen immer schon eng zusammengearbeitet haben, fanden wir die Idee charmant, jetzt auch finanzielle Unterstützung für ein Verbundfamilienzentrum zu bekommen. Jede Einrichtung hat ihre Stärken und lässt die jeweils andere Einrichtung davon gern profitieren – das alles zum Wohle der Kinder und Eltern.“

Monika Meierotte (Senfkorn)

Monika Meierotte hatte die Idee zu der gemeinsamen Zertifizierung. „Ich habe diesen Wunsch einmal in einem Mitarbeitenden-Gespräch mit dem Geschäftsführer Arnd Rutenbeck geäußert. Da das Senfkorn bereits zweimal das „Evangelische Gütesiegel Beta“ erhalten hat, lag nun eine neue Herausforderung nahe. Es ist schön, wenn die Kitas sich gemeinsam aufstellen und dadurch ein breites Angebot für Familien bieten. So entstehen für die Familien attraktive Angebote. Mit der Idee, ein Verbundfamilienzentrum zu etablieren, wollen wir eine verlässliche Anlaufstelle für Alltagsfragen in Tecklenburg anbieten.“

Auch finanziell gibt es einen Vorteil. „Es gibt ein Jahresbudget als Verbund-Familienzentrum, dass wir gemeinsam für Aktivitäten und Ausstattung des Familienzentrums nutzen werden. In diesem Jahr steht uns für das Familienzentrum gemeinsam eine Summe von 20 000 Euro zur Verfügung“, freut sich Jennifer Brand.

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