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Fünf Jahre Flüchtlingshilfe werden mit Vorträgen gefeiert

Von der Soforthilfe hin zum Alltag

Tecklenburg

Bei der Gründung der Vereine ging es in erster Linie um Soforthilfe für Flüchtlinge. Fünf Jahre später sind die Arbeitsschwerpunkte Sprache, Wohnung, Arbeit geblieben. Aber die Unterstützung für diese Menschen ist professioneller geworden.

Ruth Jacobus

Eugen Christ und Rita Brinkmann halten die Flyer in der Hand, mit denen für die Vorträge geworben wird. Foto: Ruth Jacobus

Der fünfte Geburtstag ist ein Grund zum feiern, doch eine Party wird es in Corona-Zeiten nicht geben. Stattdessen wird zu einer Veranstaltungsreihe eingeladen unter dem Titel „Die Fremden aufnehmen“. Damit feiern der Arbeitskreis Flüchtlingshilfe in Brochterbeck und der Tecklenburger Verein „Flüchtlings- und Integrationshilfe“ ihr jeweils fünfjähriges Bestehen.

Was sich seit Beginn an nicht geändert hat, sind die Arbeitsschwerpunkte Sprache, Wohnung, Arbeit – drei Dinge, die wichtig sind für die Geflüchteten. Deren Unterstützung sei im Lauf der Zeit professioneller geworden, besonders im Bereich Sprache und Ausbildung, berichten Eugen Chrost und Rita Brinkmann als Vereinsvertreter. Netzwerke und Strukturen seien gebildet worden und es gebe einige Arbeitgeber, mit denen man zusammenarbeite.

Inzwischen würden in Tecklenburg 56 Personen in eigenen Wohnungen leben. Weitere Unterkünfte werden dringend gesucht. Rund 100 Flüchtlinge seien in von der Stadt angemieteten Wohnungen untergebracht. „Die Leute sind seit drei oder vier Jahren hier und wollen sich etwas aufbauen“, schildert Rita Brinkmann. Dazu gehört es nicht nur, die Sprache zu lernen. Drei Geflüchtete hätten mittlerweile ihre Ausbildung beendet, elf sind noch dabei.

Am Anfang sei es die Soforthilfe für die Menschen gewesen, denkt Rita Brinkmann zurück. Heute gehe es um das Leben in Deutschland und darum, bürokratische Hürden zu überwinden. Beide Vereine seien eng zusammengewachsen und würden sich gut ergänzen, sind sich Chrost und Brinkmann einig.

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