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Übung der Löschzüge aus Brochterbeck und Tecklenburg

Wenn das Stoppelfeld brennt

Tecklenburg/Brochterbeck

Die Brandbekämpfung auf einem Getreidefeld wurde jetzt im Rahmen einer Übung von der Feuerwehr geübt. Bei der herrschenden Trockenheit ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein.

Auf einem Stoppelfeld in Holthausen übten die Feuerwehrleute aus Tecklenburg und Brochterbeck für den Ernstfall. Foto: Feuerwehr

Die Trockenheit und die aktuelle kurze, aber heftige Hitzewelle bergen große Brandgefahren in sich. Auf Feldern und in Wäldern kann Feuer ausbrechen. So sind beispielsweise in der Nacht zu Mittwoch in Hopsten 1600 Strohballen in Brand geraten. Und in Berlin brannte gestern der Stadtwald. Das alles ist Anlass genug für die Freiwillige Feuerwehr Tecklenburg, sich professionell auf den Fall der Fälle vorzubereiten. Deshalb wurde nun beim gemeinsamen Dienstabend der Löschzüge Brochterbeck und Tecklenburg die Vorgehensweise bei der Brandbekämpfung auf einem Getreidefeld geprobt.

Der Schwerpunkt der Übung lag auf der taktischen Vorgehensweise, dem Handling der auf den Fahrzeugen verstauten Einsatzmittel sowie der „Pump and Roll“-Ausbildung der Maschinisten. Dazu wurde in Holthausen auf einem Stoppelacker mittels Flatterband eine „brennende“ Fläche abgesteckt.

Ankerpunkt gesetzt

Die Feuerwehr berichtet, wie die Übung ablief: Das zuerst an der Einsatzstelle eintreffende Fahrzeug, das Brochterbecker LF10, setzte zunächst den sogenannten Ankerpunkt. Dazu wurde der Flammensaum auf einer Breite von mehreren Metern mittels Schnellangriff abgelöscht. Anschließend zog das LF10 auf den verbrannten (und somit sicheren) Teil vor. Der Ankerpunkt ist Ausgangspunkt für alle weiteren Maßnahmen an der in Brand stehenden Fläche und wird durch das ersteintreffende Fahrzeug gesichert. Er ermöglicht nachrückenden Fahrzeugen das sichere Befahren und Verlassen des verbrannten Bereichs.

Bis zum Eintreffen der nachrückenden Fahrzeuge begannen zwei Trupps mit der Brandbekämpfung um das sichernde LF10 herum. Dazu wurden die im Wald- und Vegetationsbrandbekämpfungskorb enthaltenen D-Schläuche und D-Strahlrohre (Wasserabgabe 25 Liter pro Minute) verwendet. Der Durchmesser der D-Schläuche unterscheidet sich nur geringfügig von einem Gartenschlauch, diese sind daher auch mit wenig Personal gut handzuhaben.

Die weitere Brandbekämpfung wurde durch die nachrückenden TLF 3000 beider Löschzüge im „Pump and Roll“-Verfahren durchgeführt.

Dazu bewegen sich die TLF mit laufender Pumpe vom Ankerpunkt ausgehend in langsamer Fahrt am Flammensaum entlang. Ein Trupp läuft neben dem TLF und bekämpft das Feuer mit einem D-Strahlrohr.

Nach Ende der Vegetationsbrandübung stellten die Tecklenburger Kameraden noch einige ihrer Einsatzmittel zur Vegetationsbrandbekämpfung vor, die sich im TLF 3000 befinden. Dazu gehören ein Waldbrandrucksack und verschiedene mechanische Multifunktionswerkzeuge wie der Gorgui-Tool.

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