1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Tecklenburg
  6. >
  7. Wenn es für die Helfer eng wird

  8. >

Feuerwehr trainiert Einsatzfahrten in Tecklenburg

Wenn es für die Helfer eng wird

Tecklenburg

Wo kann es im Ernstfall eng werden? Antwort auf diese Frage versucht die Feuerwehr während sogenannter Bewegungsfahrten zu finden. Dann gilt es zu klären, an welchen Stellen bei einem Einsatz vor allem ruhender Verkehr zum Problem werden kann. Jetzt wurde das in Tecklenburg durchexerziert.

Von Paul Meyer zu Brickwedde

Für die 2,5 Meter breiten Fahrzeug der Feuerwehr ist das Durchkommen nicht überall einfach. Foto: Feuerwehr Tecklenburg

Wenn die Feuerwehr ausrückt, geht es oft um jede Sekunde. Schließlich ist bei Bränden oder Verkehrsunfällen schnelle Hilfe gefragt. Dafür muss gewährleistet sein, dass die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen überhaupt den Ort des Geschehens erreichen können. Um das zu trainieren und zu testen, gibt es regelmäßig sogenannte Fahrerunterweisungen und Bewegungsfahrten. Diesmal wurden wichtige und neuralgische Punkte in Tecklenburg angefahren.

Stadtbrandinspektor Thomas Sundermann kennt typische Fälle, die ein Durchkommen für die Wehr immer wieder einmal erschweren oder sogar unmöglich machen können. Ein Handwerker, der „nur“ für ein paar Minuten seinen Wagen in der Altstadt abstellt, ein Gerüst, das aufgebaut wird und nun kaum zu passieren ist, oder Autofahrer, die in einer Siedlung einen Stellplatz suchen und schließlich eine nicht dafür vorgesehene Fläche nutzen, sondern sich einfach hinter einen anderen Pkw stellen – schon sei der Engpass programmiert. „Die meisten denken in solchen Fällen nur daran, ob wohl ein anderes Auto vorbeikommt“, sagt Sundermann. Die großen Fahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr hätten diese Zeitgenossen hingegen offenkundig nicht auf dem Schirm.

Der Stadtbrandinspektor sagt, dass für die 2,5 Meter breiten LKW auf jeden Fall über drei Meter zur Verfügung stehen müssten, um überall durchzukommen. Und wenn der Einsatzort gar an einer Engstelle liegen sollte, braucht es noch einmal wesentlich mehr Platz, da die Feuerwehrleute auch an ihr Gerät herankommen oder die Drehleiter ausfahren müssen. 4,5 Meter sollten es dann schon sein.

Dass es im historischen Zentrum Tecklenburgs in solchen Fällen knapp werden kann, ist offensichtlich. Sundermann betont aber, dass es gerade in Neubausiedlungen in allen Ortsteilen ebenfalls ziemlich eng zugehen könne. Verkehrsinseln, die umfahren werden müssen, Parkverkehr auf schmalen Straßen: Solche und andere Hindernisse seien nicht immer leicht zu umschiffen. „Da müssen wir erst einmal um die Kurven kommen.“

Wichtig sind für Verkehrsteilnehmer und Anlieger demzufolge vor allem drei Dinge: eine Durchfahrt von mindestens 3,5 Meter ermöglichen, beim Parken vor und hinter Kreuzungen mindestens fünf Meter Abstand halten und Hecken, Sträucher und Bäume so zurückschneiden, dass auch sie die Durchfahrt der Rettungskräfte nicht behindern.

Startseite
ANZEIGE