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Bürgerbündnis befragt Eltern des Kindergartens „Waldwichtel“

Wie sicher sind Wege für Radler?

Tecklenburg

Eltern von Kindern der Kita „Waldwichtel“ hat das Bürgerbündnis befragt. Das Kernthema: Wie sieht es um die Verkehrssicherheit aus, wenn der Nachwuchs mit dem Fahrrad zu der Einrichtung gebracht wird?

Immer mehr Eltern nutzen ein Lastenfahrrad oder einen Anhänger, um den Nachwuchs zum Kindergarten zu bringen. Foto: Irmgard Tappe

Die Kinder morgens mit dem Fahrrad zum Kindergarten zu bringen, das ist für viele Eltern selbstverständlich. Wie sieht es aber mit der Verkehrssicherheit aus? Das wollte das Bürgerbündnis in einer Fragebogenaktion von denjenigen wissen, deren Nachwuchs im Kindergarten „Waldwichtel“ untergebracht ist. Eines der Ergebnisse: Auf der Sundernstraße fühlen sich die radelnden Eltern manchmal von Autos gefährdet. Außerdem wird der Sonnenweg durch den oberen Kurpark gerne genutzt, obwohl das eigentlich nicht erlaubt ist.

16 der befragten Eltern unterstützen die Forderung, den Sonnenweg freizugeben. Und zwölf haben festgestellt, dass sich die Autofahrer auf der Sundernstraße meist nicht an das Tempolimit halten und auch die Abstände beim Überholen nicht einhalten.

Das Bürgerbündnis hat die Ergebnisse der Befragung der Stadtverwaltung mitgeteilt, weil es Handlungsbedarf sieht. Überraschend sei die große Zahl der Kinder, die mit dem Rad zum DRK-Kindergarten gebracht werden – trotz der topografisch anspruchsvollen Lage. „Addiert man die Zahlen auf (viele Familien bringen zwei Kinder), so lässt sich feststellen, dass durchaus mehr als die Hälfte der Kinder von ,ab und zu‘ bis ,ziemlich regelmäßig‘ mit dem Rad (zu einem großen Teil per Anhänger) transportiert werden. Der DRK-Kindergarten betreut 56 Kinder“, heißt es in dem Schreiben.

Zwei Schwerpunkte hat das Bürgerbündnis ausgemacht. Da ist zum einen die Nutzung des Sonnenweges. Der wird der engen Steinstraße vorgezogen, weil es laut Eltern auf der Straße immer wieder zu Konflikten mit Autos kommt. Das Bürgerbündnis bittet die Stadt deshalb, den Sonnenweg ab sofort auch für Radfahrende freizugeben.

Der zweite Schwerpunkt ist die Sundernstraße, die zwar als Fahrradstraße ausgewiesen ist, wo sich nach Beobachtung der Eltern aber viele Autofahrer nicht an die Regeln halten. Einige Gemeinden haben deshalb nach Angaben des Bündnisses für ebenfalls außerhalb der Ortschaft gelegene Fahrradstraßen Hinweisschilder aufgestellt, die Autofahrer wiederholt in einem sehr freundlichen Tenor auf ihre Pflicht hinweisen: „Autofahrer: Auf Fahrradstraßen gilt Tempo 30!“. Diese könnte ergänzt werden um den Hinweis, zwei Meter Abstand zu Radfahrenden zu halten. Alternativ könnte auch – zumindest beim Bergab-Fahren – ein Überholverbot von Zweirädern eingerichtet werden. Solch ein Schild sei beispielsweise in Münster zu finden, stellt das Bürgerbündnis fest.

Die Sicherheit für Radfahrende – gerade in der dunklen Jahreszeit – sollte nach Ansicht des Bündnisses durch regelmäßiges Fegen der Straße und Beseitigen der Schottersteine erhöht werden, die von Autos hochgeschleudert werden.

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