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Neues Buch über Karl May mit Bezug nach Tecklenburg

Winnetou kommt nicht auf die Bühne

Tecklenburg

Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg und Elspe sind deutschlandweit bekannt, doch Winnetou & Co. sollten auch schon in Tecklenburg auf die Bühne kommen – lange vor der Karl-May-Parodie „Der Schuh des Manitu“, die 2013 als Musical aufgeführt wurde. Bereits 1952 verfolgten die Freilichtspiele den Plan, ein Winnetou-Stück aufzuführen.

Die Karl-May-Klassiker wurden auf der Bühne im Jahr 2013 einer witzigen, rosaroten Rosskur unterzogen, unter anderem mit Alexander Klaws Foto: Detlef Dowidat

1952 wollten die Freilichtspiele Tecklenburg Winnetou auf die Bühne bringen. Dies geht aus dem neuen Buch „Karl May auf der Bühne“ aus dem Karl-May-Verlag Bamberg hervor, das nun an zahlreiche Theateraufführungen mit Karl Mays Helden wie Winnetou, Old Shatterhand und Sam Hawkens erinnert – auch an das Vorhaben in Tecklenburg.

Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg und Elspe sind deutschlandweit bekannt, doch Winnetou & Co. sollten auch schon in Tecklenburg auf die Bühne kommen – lange vor der Karl-May-Parodie „Der Schuh des Manitu“, die 2013 als Musical aufgeführt wurde. Bereits 1952 verfolgten die Freilichtspiele den Plan, ein Winnetou-Stück aufzuführen, und wandten sich für ein Textbuch an den Karl-May-Verlag, wie aus der im Verlagsarchiv erhaltenen Korrespondenz hervorgeht. Doch der Plan ließ sich letztlich nicht in die Tat umsetzen. An die 1952 geplante Karl-MayInszenierung erinnert nun ein soeben erschienenes Buch. Darauf weist der Verlag in einer Presseinformation hin.

Zahlreiche Theateraufführungen

Mit dem ersten von drei Bänden startet der seit 1913 bestehende Verlag die neue Buchreihe „Karl May auf der Bühne“, die die Geschichte der zahlreichen Theateraufführungen mit Karl Mays Traumwelten aufrollt.

Bereits seit den 1950er-Jahren haben Karl-May-Festspiele von Bad Segeberg bis Elspe Tradition. Hunderttausende pilgern Jahr für Jahr, derzeit unterbrochen durch die Corona-Pandemie, zu mehr als zehn Freilichtbühnen im deutschsprachigen Raum. Stars wie Pierre Brice, Alexander Klaws, Gojko Mitic, Wayne Carpendale oder Claus Wilcke hauchten Karl Mays Figuren in zahlreichen Bühnenfassungen Leben ein.

Winnetou zum Anfassen – das begeisterte das Publikum allerdings schon lange, bevor Karl Mays Apatschenhäuptling erstmals über die Freilichtbühnen ritt. So reicht die Bühnengeschichte zurück bis zu Karl Mays Lebzeiten, und Winnetou & Co. waren bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Dauerbrenner auch in Theaterhäusern – mit Akteuren wie Will Quadflieg, Hans Otto und Paul Klinger, und das quer durch den deutschsprachigen Raum.

Dauerbrenner

Dem Phänomen der zahlreichen Karl-May-Inszenierungen widmet sich nun eine neue Buchreihe „Karl May auf der Bühne“ von den Autoren Nicolas Finke und Reinhard Marheinecke. Der erste Band – im Großformat und mit zahlreichen, teils bislang unbekannten Fotos – behandelt unter anderem die Erfolge auf der Felsenbühne Rathen im Elbsandsteingebirge vor und während des Zweiten Weltkriegs, die Story der Karl-May-Spiele Bad Segeberg (seit 1952) und die Geschichte der Karl-May-Stücke auf der Naturbühne Blauer See in Ratingen, wo über Jahrzehnte die Karl-May-Festspiele Elspe gastierten.

Die Autoren thematisieren darüber hinaus frühe Winnetou-Dramatisierungen in den 1930er und 1940er Jahren sowie zahlreiche weitere Festspiele, die bis zum Beginn der Karl-May-Filmwelle der 1960erJahre entstanden.

Weitere Informationen gibt es unter www.karl-may-auf-der-buehne.de und www.karlmay.de. Das Buch von Nicolas Finke und Reinhard Marheinecke: „Karl May auf der Bühne“, Band 1, umfasst 400 Seiten (ISBN 978-3-7802-0143-0).

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