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82-jähriges Opfer

Trickbetrüger erbeuten fünfstelligen Betrag durch Schockanruf

Kreis Steinfurt

Ein 82-jähriger Mann aus Ibbenbüren ist Opfer von Trickbetrügern geworden. Er überwies eine fünfstellige Summe an die Täter, die mit einer perfiden Masche Erfolg hatten.

Ein 82-jähriger Mann aus dem Kreis Steinfurt ist Opfer von Betrügern geworden. Foto: Marc Müller

Betrüger verunsichern derzeit vor allem ältere Menschen im Kreis Steinfurt mit sogenannten "Schockanrufen".

Die meist weiblichen Anrufer geben sich am Telefon als nahe Verwandte aus. Sie behaupten, einen Verkehrsunfall verursacht zu haben, bei dem ein Mensch tödlich verletzt wurde. Angeblich wird eine hohe Geldsumme benötigt, um strafrechtliche Folgen abzuwenden.

Bei einem 82-Jährigen aus Ibbenbüren hatten die Betrüger Erfolg. Am Donnerstag  erhielt er am späten Vormittag einen Anruf von einer unbekannten Nummer. Laut Polizeiangaben meldete sich am anderen Ende der Leitung eine Frau mit weinerlicher Stimme. Die Frau behauptete, die Tochter des Angerufenen zu sein. Sie habe einen Unfall verursacht, bei dem ein Litauer zu Tode gekommen sei. Anschließend übernahm eine weitere Frau das Gespräch, die sich als Polizeibeamtin ausgab. Um eine Auslieferung der Tochter nach Litauen zu vermeiden, werde ein fünfstelliger Eurobetrag benötigt. Der 82-Jährige überwies das Geld.

Polizei warnt vor Masche

In vielen Fällen erkennen Betroffene, dass sich bei solchen Schockanrufen um Betrug handelt. Doch es kommt - wie im Fall des Ibbenbüreners - auch immer wieder vor, dass tatsächlich Geld an die Betrüger gezahlt wird, heißt es von der Polizei. 

Mit derselben Geschichte wie beim 82-jährigen Ibbenbürener konnten die kriminellen Anrufer eine 68-Jährige aus Steinfurt dazu bewegen, einen vierstelligen Eurobetrag auf ein litauisches Konto zu überweisen. Die Geschädigte stellte wenig später fest, dass sie betrogen worden war. Sie konnte das Geld zurückbuchen lassen. Die Polizei warnt eindringlich davor, auf solche Schockanrufe einzugehen.

Wenn auch nur der geringste Zweifel bestehe, dass es sich bei dem Anrufer um einen Familienangehörigen handelt, sollten Betroffene sofort auflegen, rät die Polizei. Echte Familienmitglieder melden sich am Telefon mit dem Namen, Trickbetrüger lassen die Angerufenen gerne raten, wer dran ist. Misstrauisch werden sollten Betroffene in jedem Fall, wenn die angebliche Tochter oder der angebliche Enkel Geld fordern - etwa um Unfallkosten zu begleichen oder eine Haftstrafe zu verhindern. Dann sollten die Angerufenen sofort auflegen, heißt es von der Polizei. Niemals sollte Geld auf ein unbekanntes Konto überwiesen werden. Wer vermutet, Opfer eines Trickbetrugs geworden zu sein, sollte umgehend die Polizei informieren und Anzeige erstatten.

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