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Einsatz des Kampfmittelräumdienstes

Weltkriegsbombe auf Acker entschärft

Ochtrup

Auf einem Acker in Ochtrup ist am Donnerstagnachmittag eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Am Abend kam dann die Entwarnung.

Von Anne Spill

Auf einem Acker nahe der Rüenberger Straße ist am Donnerstag  eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Foto: Anne Spill

Auf einem Acker in der Bauerschaft Wester – unweit der Rüenberger Straße – ist am Donnerstag (28.7.) eine Zehn-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Für die Entschärfung wurden am Abend die Höfe im Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle evakuiert.

Dass sich im Untergrund der landwirtschaftlich genutzten Fläche etwas verbergen könnte, hatten Experten schon länger vermutet. Bereits im Herbst hatten sich die Hinweise verdichtet. „Es war bekannt, dass an dieser Stelle im Zweiten Weltkrieg eine Flakstellung gewesen sein soll“, erläuterte Birgit Althoff vom Ochtruper Ordnungsamt im WN-Gespräch.

Anfangsverdacht nach Sondierungsarbeiten erhärtet

Zudem hätten alte Luftaufnahmen entsprechende Hinweise geliefert. Sondierungsarbeiten hätten den Anfangsverdacht dann erhärtet. „Da aber keine akute Gefahr bestand, wurde beschlossen, zunächst die Ernte abzuwarten“, berichtete Birgit Althoff weiter.

Am Donnerstag (28.7.) sei dann der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg angerückt, um Sondierungsbohrungen auf dem Acker vorzunehmen. Bald habe sich herausgestellt, dass sich in den Tiefen tatsächlich ein Fremdkörper verbirgt. „Aber es hätten auch die Reste eines explodierten Sprengkörpers sein können“, so Althoff. Gegen 16.30 Uhr sei jedoch klar gewesen, dass es sich um eine Zehn-Zentner-Bombe handelte.

Der Bereich rund um den Fundort wurde abgesperrt. Foto: Anne Spill

Damit stand dann auch der Radius für die Evakuierung fest: Im Umkreis von 500 Metern mussten alle Bewohner ihr Haus verlassen. Mitarbeiter des Ordnungsamts steuerten zusammen mit der Polizei die neun betroffenen Höfe an und informierten die Bewohner. Währenddessen sperrte die Feuerwehr den Bereich rund um den Fundort ab.

Um 19.20 Uhr gab das Ordnungsamt dann Grünes Licht: Alle knapp 50 Bewohner hatten ihre Höfe verlassen und sich in der Stadthalle gemeldet, wo sie vom DRK mit Getränken versorgt wurden. Damit konnten die Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes mit der weiteren Arbeit beginnen. Um 20 Uhr sei die Bombe schließlich erfolgreich entschärft gewesen, meldete Manfred Wiggenhorn vom Ordnungsamt der WN-Redaktion. Alle Bewohner konnten daraufhin auf ihre Höfe zurückkehren.

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