1. www.wn.de
  2. >
  3. Muensterland
  4. >
  5. Westerkappeln
  6. >
  7. Gemeinde nimmt weit über 230 Menschen auf und will sie nicht alleine lassen

  8. >

Flüchtlinge willkommen heißen

Gemeinde nimmt weit über 230 Menschen auf und will sie nicht alleine lassen

Die Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland macht – wie überall – auch vor Westerkappeln nicht Halt. Mitte Dezember muss die Gemeinde bereits rund 230 Menschen aus aller Herren Ländern – darunter viele Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien – ein Dach über dem Kopf geben.

wn

Frauke Helmich gehört zu den Initiatorinnen des Flüchtlingshilfevereins „Wabe Westerkappeln“. Sie ist auch stellvertretende Vorsitzende. Der Verein organisiert auch Integrationsangebote wie diesen Bastelnachmittag für Flüchtlingsfrauen. Foto: Dietlind Ellerich

Das sind Zahlen, die am Jahresbeginn wohl noch niemand für möglich hält. Ende Januar sind es 52 Asylbewerber, die in Westerkappeln leben. Zu dem Zeitpunkt rechnet Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer fürs laufende Jahre mit der Zuweisung von etwa noch einmal so vielen Menschen. Doch diese Prognosen erweisen sich schnell als Makulatur. Vor allem seit den Sommermonaten steigen die Zahlen rasant. Die Kommune gerät bei der Suche nach Wohnraum spürbar unter Druck, schafft es aber bis jetzt, alle Flüchtlinge unterzubringen.

Von Anfang an ist es der Gemeinde ein großes Anliegen, den Menschen nicht nur ein Obdach zu gewähren, sondern sie zu integrieren und eine Willkommenskultur zu entwickeln. Das gelingt offensichtlich gut. Im März wird auf Initiative der Verwaltung ein neuer Arbeitskreis Asyl ins Leben gerufen, in dem sich zahlreiche Bürger aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen engagieren. Und Anfang Oktober wird der Verein „Wabe Westerkappeln“ gegründet, der es sich zur Aufgabe macht, klare Strukturen in der Flüchtlingshilfe zu schaffen, und der Fördergelder beantragen und Spenden annehmen kann. Vorsitzender ist Dietmar Südbeck.

Ein Ende der Flüchtlingszuwanderung ist nicht absehbar. Angesichts der Dynamik der vergangenen Monate hält es die Verwaltung nicht für ausgeschlossen, dass bis Ende 2016 bis zu 600 Menschen untergebracht werden müssen.

Startseite
ANZEIGE