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Verein „Wabe“ gegründet

Hilfe für Flüchtlinge und Zuwanderer

Westerkappeln

Montagabend haben 29 Mitglieder den Verein „Wabe“ gegründet. Zweck des Vereins ist laut Satzung „die Förderung der Hilfe für politisch, rassistisch oder religiös Verfolgte sowie für Flüchtlinge und Zuwanderer und die Förderung der Jugendhilfe“.

Ulrike Havermeyer

Der erste Vorstand des neu gegründeten Vereins „Wabe“ besteht aus (von links): Kerstin Kramme, Magdalena Strecke, Dietmar Südbeck (Vorsitzender), Frauke Hellmich (stellvertretende Vorsitzende) und Sigrid Mähler. Foto: SYSTEM

Um klare Strukturen in der Westerkappelner Flüchtlingsarbeit zu schaffen, Fördergelder beantragen und auch Spenden annehmen zu können, haben am Montag 29 Gründungsmitglieder den neuen Verein „Wabe Westerkappeln – Hilfe für Flüchtlinge und Zuwanderer“ auf den Weg gebracht.

Zweck des Vereins ist laut Satzung „die Förderung der Hilfe für politisch, rassistisch oder religiös Verfolgte sowie für Flüchtlinge und Zuwanderer und die Förderung der Jugendhilfe“.

Der Arbeitskreis Asyl, aus dem die „Wabe“ hervorgeht, besteht parallel zu dem nun gegründeten Verein weiter. „Wir wollen, dass auch die Ehrenamtlichen sich weiter in der Flüchtlingshilfe engagieren und aufgehoben fühlen, die sich mit den Vereinsstrukturen vielleicht nicht anfreunden können“, erläuterte Dietmar Südbeck. Der 53-jährige Westerkappelner übernimmt nach einstimmiger Wahl durch die Gründungsmitglieder für die kommenden zwei Jahre den Vorsitz des gemeinnützigen Vereins.

Zu seiner Stellvertreterin wählte die Versammlung Frauke Hellmich. Als Beisitzerinnen fungieren Kerstin Kramme, Sigrid Mähler und Magdalena Strecke.

Alle fünf Vorstandsmitglieder haben sich von Beginn an im Arbeitskreis Asyl engagiert und sind seitdem in der Flüchtlingshilfe vor Ort aktiv.

„Ich bin total froh, dass so viele Interessierte gekommen sind“, freute sich Frauke Hellmich und schleppte mit ihren Kollegen fleißig weitere Stühle in den Versammlungsraum des VHS-Hauses. Gemeinsam gingen die Anwesenden anschließend Punkt für Punkt den Satzungsentwurf durch, bei dessen Formulierung Hans-Peter Metje, Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Steinfurt, das Organisationsteam zuvor beraten hatte. Als Experte in Sachen Vereinsgründung war Metje zudem am Montagabend gekommen, um die auftretenden Fragen zu beantworten. Zur Höhe der Mitgliedsbeiträge riet er, solle der Vorstand ein Konzept entwerfen, über das die Mitglieder dann in der folgenden Sitzung abstimmen könnten: „Mir wäre eine soziale Staffelung wichtig“, betonte Metje, „und dass auch Flüchtlinge - am besten beitragsfrei - beitreten können. Aber entscheiden müssen das am Ende die Mitglieder.“

Wie geht es nun weiter? „Wir hoffen, dass wir noch in dieser Woche den Notartermin wahrnehmen, den Verein beim Amtsgericht eintragen und seine Gemeinnützigkeit beim Finanzamt anerkennen lassen können“, kündigte Südbeck an. „Es wäre gut, wenn das alles zügig über die Bühne ginge, denn wir stellen fest, dass es in Westerkappeln eine große Spendenbereitschaft in der Bevölkerung gibt.“ Neben Sachspenden würde wohl auch der eine oder andere gern sein Portemonnaie zücken, schätzt der Vereinsvorsitzende die Lage ein, „und als gemeinnütziger Verein können wir dann auch Spendenquittungen ausstellen.“

Sobald die Formalitäten der Vereinsgründung abgewickelt und die Gründungsmitglieder über die Beitragshöhe entschieden haben, will sich die „Wabe“ erneut an die Öffentlichkeit wenden. „Dann werden wir auch darüber informieren, wie man bei uns Mitglied werden kann“, erklärte Südbeck.

Frauke Hellmich
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