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Debatte über das Projekt „Haus Müller“

Immissionskonflikt muss erst geklärt werden

Westerkappeln

Für das „Haus Müller“ soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das hat der Gemeinderat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit entschieden.

Frank Klausmeyer

Auf der rückwärtigen Seite des Hauses Müller will ein Investor zwei Mehrfamilienhäuser bauen. Ob das mit dem Bestandsschutz für die Tischlerei Tüpker (im Hintergrund) zusammenpasst, muss untersucht werden. Foto: Frank Klausmeyer

Wie berichtet, möchte ein Investor das frühere Textilkaufhaus, in dem heute unter anderem die Postagentur ansässig ist, kaufen und auf dem rückwärtigen Gelände zwei Mehrfamilienhäuser bauen. Probleme werden vor allem wegen der Nähe zur Tischlerei Tüpker gesehen.

Wolfgang Jonas, Sprecher der CDU, und sein Fraktionskollege Achim Scholz lehnten die Aufstellung eines Bebauungsplanes auch deshalb als einzige Ratsmitglieder ab. „Eine Bebauung im Hinterhof ist städtebaulich ohne Wert“, befand Jonas. Eine verdichtete Bebauung sei zwar gewünscht, an dieser Stelle aber wenig sinnvoll. Jonas sieht überdies Schwierigkeiten bei der Feuerwehrzufahrt sowie der Zahl der Stellplätzen und der Nachbar lehne diese Art der Grenzbebauung ab.

Zudem habe der Rat vor Jahren einen Präzedenzfall geschaffen, indem er ein ähnliches Projekt östlich der Tischlerei abgelehnt habe, sagte Jonas. Das stimme so nicht, korrigierte Jürgen Schulte (Bürgergemeinschaft). „Es gab schlicht und einfach keine Baugenehmigung.“

Der Kreis Steinfurt hat bereits signalisiert, das er einen Bauantrag für die Mehrfamilienhäuser ablehnen wird, wenn das Vorhaben nicht auf Grundlage eines Bebauungsplanes umgesetzt wird. Dabei sei auch der mögliche Immissionskonflikt mit der Tischlerei Tüpker zu berücksichtigen. Bauamtsleiter Patrick Lenz berichtete in diesem Zusammenhang, dass der Investor ein entsprechende Gutachten in Auftrag geben wolle. Überdies habe er sich bereiterklärt, „das Projekt etwas kleiner zu entwickeln“

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