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Pfannkuchenessen des Kultur- und Heimatvereins

Riewesken wie am Fließband

Westerkappeln

„Kartoffeln, Eier, Haferflocken, Salz, ein paar Zwiebeln – fertig!“ Mehr ist nicht drin im Teig, und genau deshalb sind die Riewesken nach dem Rezept von Inge Loske auch so lecker. Am Mittwoch waren es 40 Kilogramm Kartoffeln und 100 Eier, die in der Pfanne brutzelten.

Dietlind Ellerich

„Kartoffeln, Eier, Haferflocken, Salz, ein paar Zwiebeln – fertig!“ Mehr ist nicht drin im Teig, und genau deshalb sind die Pfannkuchen nach dem Rezept von Inge Loske auch so lecker. Am Mittwoch waren es 40 Kilogramm Kartoffeln und 100 Eier, die zu Teig verarbeitet wurden und kaum fünf Minuten später in den Pfannen brutzeln sollten.

Gut dass die Lotteranerin sich seit vielen Jahren auf ein eingespieltes Team verlassen kann. Gemeinsam mit Christa Hartmann, Luise Lüdeke und Wilma Horn schwang Loske am Abend in der Küche von „Cord´s Catering“ Rührlöffel, Teigschaber und Pfannenwender und backte Riewesken – so der plattdeutsche Name für die Kartoffelpuffer – wie am Fließband.

Der Kultur- und Heimatverein Westerkappeln hatte zum plattdeutschen Abend mit Pfannkuchenessen eingeladen, und im Saal der Velper Gaststätte saßen knapp 40 Frauen und Männer, denen schon bei dem Duft aus der Küche das Wasser im Munde zusammenlief.

Auch wenn sich viele Menschen nicht so gerne mit dem herbstlichen Wetter anfreunden mögen, am Mittwoch passten Regen, Wind, niedrige Temperaturen und die frühe Dämmerung hervorragend zu dem deftigenSchmaus. „Bei 30 Grad Celsius würden sie nicht so gut schmecken“, war auch der Vereinsvorsitzende Dieter Wulfes überzeugt. Er begrüßte die Gäste wegen vorheriger anderer Verpflichtungen und der geschlossenen Bahnschranke mit ein wenig Verspätung und gab den Startschuss zum Servieren der lecker duftenden Mahlzeit

Der erste Teller war schnell leer geputzt, und während sich viele Gäste im Saal noch einen Nachschlag geben ließen, rotierten die vier Frauen unermüdlich in der Küche und sorgten für Nachschub.

Inge Loske, im Kultur- und Heimatverein Fachfrau für die plattdeutsche Sprache, und ihr Team ließen es erst langsamer angehen, als wirklich alle satt waren. Sie freuten sich, dass es allen geschmeckt hatte und sich viele noch etwas für Zuhause einpacken ließen.

Das zu den Pfannkuchen gereichte Apfelmus war übrigens nicht selbst gemacht. „Leider“, bedauerte Inge Loske. Äpfel hätte es zwar in rauen Mengen gegeben, aber es fehlten die Helfer, die sich fürs Schälen, Schneiden und Kochen stark gemacht hätten.

Für die Musik sorgten beim 18. Pfannkuchenessen des Kultur- und Heimatvereins Gerd Stüve am Saxophon und Winfried Eggert am Akkordeon. Auch die Gäste mussten nach dem Essen musikalisch ran. Sie sangen nach guter alter Tradition gemeinsam das Kartoffellied.

Den plattdeutschen Nachtisch servierte Dr. Klaus-Werner Kahl, stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Riesenbeck und Sprecher des Fachbereichs Plattdeutsch des Kreisheimatbundes Steinfurt. Er philosophierte kurzweilig über „Düt und Dat“.

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