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Erweiterung der Krankenpflegeschule

100 neue Stellflächen nehmen Parkdruck

Ahlen

Weniger Parkdruck im Wohnumfeld der Krankenpflegschule am Ahlener St.-Franziskus-Hospital: Das versprechen die Erweiterungspläne mit 100 zusätzlichen Parkplätzen auf eigenem Gelände.

Viel Platz für Entwicklung hinter der Krankenpflegeschule an der Robert-Koch-Straße: Auf grüner Wiese entstehen ein Schulanbau, rund 100 Parkplätze und ein Regenrückhaltebecken. Foto: Ulrich Gösmann

Beginnt in der Krankenpflegeschule der Unterricht, scheint es ausgeschlossen, in den nächsten Stunden einen freien Parkplatz im weiten Wohnumfeld des St.-Vincenz-Berufskollegs an der Robert-Koch-Straße zu finden. Entspannung ist in Sicht – durch über 100 neue Parkplätze auf noch grüner Wiese.

Barbara Buschkamp (CDU)

„Es ist ein wichtiges Signal an die Bevölkerung, dass sich an der Stellplatzsituation etwas ändert“, erklärte Barbara Buschkamp (CDU) in der Sitzung des Stadtplanungs- und Bauausschusses, nachdem Stadtplaner Markus Gantefort im Ratssaal einen aktuellen Sachstand zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan 9.5 „Erweiterung der Krankenpflegeschule“ gegeben hatte. Anfang 2021 aufgestellt, sind jetzt die relevanten Stellungnahmen für den 12 476 Quadratmeter großen Geltungsbereich gelistet. Der liegt auf freier Fläche hinter der Krankenpflegeschule, grenzt rechts an die Werse, links und vor Kopf an die Josef-Lanner-Siedlung. Zum Jahresanfang hatten bereits abgängige Pappeln Platz gemacht (wir berichteten).

Über einen Verbindungsgang soll die Krankenpflegeschule an einen eingeschossigen Neubau angeschlossen werden, der über weitere Klassen- und Gruppenräume und Büros verfüge, wie der Leiter der Stadtplanungsabteilung ausführte. Bodenuntersuchungen hatten schwach bis stark organische Beimengungen im Untergrund festgestellt. „Bei einer herkömmlichen, oberflächennahen Gründung des eingeschossigen Neubaus über Fundamente ist daher von einem erhöhten Baurisiko auszugehen“, heißt es in der Vorlage. Der Bodengutachter empfiehlt eine Tiefengründung aus Mikropfählen oder einen Bodenaustausch. Die Bauherren winken jedoch ab. Die Kostensteigerungen seien wirtschaftlich nicht darstellbar. Der Neubau soll jetzt gedreht und von der Werse abgerückt werden. „Eine sehr attraktive Lösung“, wie Markus Gantefort kommentierte. Dadurch werde ein Freiraum hin zur Werse mit hoher Verweilqualität geschaffen.

Über einen Verbindungsgang schließt der Neubau an den Altbau. Foto: Ulrich Gösmann

Mit der neuen Ausrichtung des Baukörpers mussten auch die Stellflächen zum Teil neu arrondiert werden. Gantefort betonte, dass mit rund 100 neuen Parkplätzen das Angebot deutlich über dem „Mehr“ an Schülern durch den Erweiterungsbau liege. Das werde positive Effekte auf den augenblicklich sehr hohen Parkdruck in den umliegenden Wohnquartieren haben.

Der Parkdruck im Wohnquartier sei sehr hoch, bestätigte Stadtplaner Markus Gantefort. Foto: Ulrich Gösmann

Wie es mit dem Hochwasserschutz in Wersenähe aussehe, meldete sich Martina Maury (BMA). Gantefort antwortete, dass der Bau außerhalb des Überschwemmungsgebiets liege.

Martin Hegselmann (CDU) fragte nach Dachbegrünung und Photovoltaik. Der Stadtplaner signalisierte, dass alles im Gesamtpaket berücksichtigt sei.

Ein Regenrückhaltebecken wird im nördlichen Grenzbereich zur Josef-Lanner-Straße geschaffen und laut Vorlage ausreichend dimensioniert sein, um die Niederschlagsentwässerung des Grundstücks sicherzustellen. Eine schalltechnische Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass Beeinträchtigungen, die nicht mit dem Schutzanspruch der Wohnbebauung zu vereinbaren wären, ausgeschlossen werden.

Der Stadtplanungs- und Bauausschuss stimmte der öffentlichen Auslegung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nummer 9.5 in seiner jetzigen Fassung einstimmig zu.

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