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Mitgliederversammlung der Initiative Schuhfabrik

120 000 Euro halfen über die Coronazeit

Ahlen

Public Viewing zur WM in der Schuhfabrik? Diesmal nicht. Warum, das begründete das Vorstandsteam in der Mitgliederversammlung am Montag.

-pes-

Theo Heming, Steffi Klagge, Michael Leifeld und Christiane Busmann (v.l.) gaben Überblicke über die Planungen und Berichte aus ihren jeweiligen Bereichen Foto: Peter Schniederjürgen

Wie hat sich Corona in den zurückliegenden zwei Jahren auf das Bürgerzentrum Schuhfabrik ausgewirkt? Das war wohl die Hauptfrage, die sich am Montagabend zur Jahreshauptversammlung der Initiative Schuhfabrik stellte.

Büz-Geschäftsführerin Christiane Busmann, Vorsitzender Michael Leifeld, Steffi Klagge von der Flüchtlingsberatung und Veranstaltungsmanager Theo Heming gaben dabei einen Überblick über die Planungen und Berichte aus ihren verschiedenen Bereichen.

Viele Fördertöpfe

„Wir konnten den Personalstand dank vieler Fördertöpfe halten“, erklärte Christiane Busmann. So habe die Initiative Schuhfabrik rund 120 000 Euro zum Erhalt und zur Aufrechterhaltung des soziokulturellen Zentrums akquirieren können. Die Gastronomie habe herbe Einbrüche verzeichnen müssen, sei mittlerweile aber auf dem Weg der Besserung.

Michael Leifeld bedankte sich bei zahlreichen Gästen und den ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Schuhfabrik. „Viele haben sich spontan entschlossen, uns mit den Eingangskontrollen und ähnlichen unbeliebten Tätigkeiten zu unterstützen“, so der Vorsitzende. Das nötigte ihm und der überschaubaren Zahl der Anwesenden deutlichen Respekt ab.

Votum für Boykott

Wer sich auf die Übertragung der Fußballweltmeisterschaft im Bürgerzentrum gefreut hat, wird wohl enttäuscht werden. „Wir haben das in allen Gremien diskutiert und schließlich beschlossen, diese WM zu boykottieren“, kündigte Theo Heming an. Denn die Menschenrechtslage, die Arbeitsbedingungen und mangelnde Umweltverträglichkeit sowie zahllose weitere Punkte hätten für die Büz-Verantwortlichen keinen anderen Entschluss als diesen zugelassen.

Dafür konnte Theo Heming aber zahlreiche bekannte und neue Veranstaltungen ankündigen. „Die sind weitgehend auf unserer Internetseite zu sehen“, fasste er zusammen.

Steffi Klagge wies auf die Mitarbeit der Schuhfabrik am Ahlener Friedensbündnis hin. Sie stellte weiterhin die Angebote für Flüchtlinge aus der Ukraine vor. „Im kommenden Jahr feiern wir 30 Jahre Ahlener Flüchtlingshilfe, dazu sammeln wir noch Vorschläge“, bat Steffi Klagge abschließend um Unterstützung.

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