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Auf der Zeche "Westfalen"

21-jähriger Eventmanager will glücklose Gastronomie übernehmen

Ulrich Gösmann

Ahlen - „Omas Handgebrühter“ oder der „Malocher-Pott“ sind kalter Kaffee von gestern. Was unten noch angeschlagen ist, gibts oben schon seit zwei Monaten nicht mehr. Schicht am Schacht in „Sohle 1260“, der Zechen-Gastronomie auf „Westfalen“. Der, der etwas am Leerstand ändern könnte, steht unterdessen bereit. Rafael Niebling. Mit neuem Konzept und neuem Namen: „Gecko-Event-Gastro“.

21 Jahre ist er alt. Ein Jungsporn, wie er selbst zugibt. Wenn es aber um die Zeche geht, bringt der aufgeweckte Jungunternehmer seine Erfahrungen ins Spiel. Seit drei Jahren fährt er hier große Partys. Club-Lounges, mal für die Jüngeren, mal für die über 30. Aufwendig aufgezogen, mit Herzblut bis ins Detail geplant. „Alles, was ich angepackt habe, war erfolgreich“, sagt er selbstbewusst. Jetzt hat der smarte Geschäftsmann Appetit auf mehr Zeche bekommen, sich regelrecht in den Standort verguckt. Kaum zurück aus den Emiraten, ließ sich der IHK-geprüfte Eventmanager auf die Bewerberliste setzen - und hofft jetzt auf den Zuschlag durch die Gesellschaftlerversammlung.

Emirate? Ja, da war doch was. Acht Monate sammelte der Ahlener praktische Erfahrungen im „absolut professionellen“ Eventbereich, wie er sagt. Mischte in Dubai am Rande des Formel-1-Rennens auf der Ferrari-Yacht ebenso mit wie auf der Welt-Energie-Zukunfts-Konferenz (die „AZ“ berichtete). Jetzt will der Jungunternehmer, der schon mit 17 Jahren sein eigener Chef war, „Westfalen“ frischen Wind um den Schacht wehen. „Nach dreimal Vollgastronomie kann man sagen: Nein, das läuft hier nicht“, lautet die nüchterne Analyse. Sein Konzept ist ein anderes - hin zur Eventgastronomie. Von 9 bis 13 Uhr kalte Küche mit frischen Brötchen und Salaten, darüber hinaus Maßgeschneidertes nach Bedarf und Programm. Mit einem kostspieligen Team darauf zu warten, dass ein Radfahrer auf eine Tasse Kaffee oder eine warme Mahlzeit bei ihm vorbeischaut, das rechne sich nicht.

Rafael Niebling will den Standort Zeche flexibel nutzen. Will mit Terrasse, Soccerkaue und Lohnhalle je nach Anlass spielen. Will sich privaten Feiern und Firmenveranstaltungen empfehlen. Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen, Präsentationen. Sagt`s und springt auf die klassische Kultur: Freiluft-Sinfonie, oben auf der Terrasse live inszeniert, wäre im Sommer mit Blick auf die Fördertürme ganz bestimmt ein Traum.

Für das neue Konzept soll auch ein neuer Name her: „Gecko-Event-Gastro“, der gar nicht so neu ist. Den fährt Rafael Niebling schon seit einem Jahr in Sendenhorst. An der Hoetmarer Straße hat er eine Immobilie ausschließlich für Events angemietet. „Mit Erfolg“, wie er wieder sagt. Auf „Westfalen“ will er jetzt sein zweites Standbein positionieren. Vorausgesetzt, er bekommt in Kürze den Zuschlag.

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