1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Ahlen
  6. >
  7. 22,9 Prozent Gas im vierten Quartal eingespart

  8. >

Stadtwerke Ahlen sehen „großen Erfolg“

22,9 Prozent Gas im vierten Quartal eingespart

Ahlen

Der Gasverbrauch in Ahlen lag im vierten Quartal 2022 um 22,9 Prozent hinter dem Mittelwert der Jahre 2028 bis 2021. Ein stolzer Wert, bilanzieren die Stadtwerke.

Die Stadtwerke Ahlen Foto: Ulrich Gösmann

Die Ahlener Bürgerschaft hat im vierten Quartal des vergangenen Jahres 22,9 Prozent gegenüber dem Mittelwert der Jahre 2018 bis 2021 eingespart. „Das ist ein stolzer Wert und großer Erfolg“, sagt Dr. Alfred Kruse, Geschäftsführer der Stadtwerke Ahlen. Er betont: „Energiesparen bleibt wichtig, um in der kalten Jahreszeit Abschaltungen zu vermeiden, weil es nicht genügend Gas für alle und alles gibt.“ Denn Gas werde in Deutschland auch noch für die Stromerzeugung gebraucht.

Im Oktober und November lag der Verbrauch jeweils rund ein Drittel unter dem Vergleichszeitraum 2018 bis 2021. Begünstigt wurde dieses große Einsparpotenzial durch die milden Temperaturen, sie lagen jeweils rund zwei Grad über den Mittelwerten des Referenzzeitraums, wie die Stadtwerke weiter mitteilen.

Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Alfred Kruse

Herausfordernder war der Dezember: Er war mit drei Grad Celsius im Durchschnitt rund zwei Grad kühler als die vier Vorjahre. Die Einwohnerschaft sei dennoch mit 3,5 Prozent weniger Gas zurechtgekommen als in dem genannten Referenzzeitraum. „Das ist schon gut, aber noch nicht gut genug“, sagt Kruse und fügt an: „Wir dürfen nicht nachlassen beim Einsparen fossiler Energieträger und müssen parallel die Energiewende forcieren.“ Das sei erforderlich, um die Abhängigkeit von Energieimporten schnell weiter zu verringern.

Unabhängigkeit bleibt wichtigstes Ziel

Für den Wirtschaftsstandort Deutschland und eine stabile Wärme- und Stromversorgung der Bevölkerung sei das entscheidend. „Die Einsparungen zeigen mir, dass die Ahlener Bürgerinnen und Bürger darum wissen und alle an einem Strang ziehen. Das stimmt mich sehr zuversichtlich. Und wir als Stadtwerke helfen ihnen bei ihrer persönlichen Energiewende und beim Energiesparen. Dafür fühlen wir uns mitverantwortlich“, betont der Stadtwerke-Geschäftsführer und verweist auf die Internetseite www.energieberatung-ahlen.de.

Es sei noch zu früh, um Entwarnung zu geben, meint Alfred Kruse. Der Großteil des Winters stehe noch bevor. Und je voller die Gasspeicher im Frühjahr noch seien, desto besser sei Deutschland für den Winter 2023/2024 gerüstet. „Der Füllstand der Gasspeicher hängt natürlich auch vom Wetter ab. Bei einem milden Winter wird weniger Energie gebraucht, als wenn es wochenlang bitterkalt ist“, resümiert er und ergänzt: „Unabhängig davon bleibt unser wichtigstes Ziel jetzt, dauerhaft so viel Energie wie möglich einzusparen und insgesamt sehr sorgsam damit umzugehen.“

Startseite