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Sammlung geht weiter

3675 Kilogramm Kronkorken

Vorhelm / Sendenh...

Wurde in den coronabestimmten Monaten dieses Jahres mehr getrunken? Allein aus Vorhelm und Sendenhorst kamen 3675 Kilogramm Kronkorken bei Michael Brinkkötter zusammen. Das sind über 300 mehr als im Jahr 2019.

Christian Wolff

Michael Brinkkötter (l.) hat die Waage aufgebaut: Neben den tonnenweisen Kronkorken, die ihn am Wochenende aus Sendenhorst erreichten, hat er auch zahlreiche Tüten und Kartons aus Ahlen und Vorhelm erhalten. Foto: Christian Wolff

Ingo Petermeier kann sich auf Zuwachs im Kronkorkenlager freuen: Ungeachtet aller Absagen und Einschränkungen im Freizeitsektor ist die Sammlung der kleinen Metalldeckel, die dem engagierten Mann aus Liesborn schon mehrere Weltrekorde beschert hat, 2020 in Vorhelm munter weitergegangen.

Michael Brinkkötter, lokaler Organisator der Aktion, bekam über das ganze Jahr verteilt viele Kartons und Tüten voller Kronkorken gebracht. In Gänze betrachtet sogar mehr als üblich. Möglicherweise, mutmaßt er, weil während der Corona-Lockdowns bei geschlossenen Gaststätten und Restaurants mehr in den eigenen vier Wänden oder auf der privaten Terrasse verzehrt wurde.

Feuerwehr Sendenhorst wieder mit im Boot

Am Wochenende nahm Brinkkötter die stattliche Ausbeute der befreundeten Feuerwehrkameraden aus Sendenhorst entgegen, die gleich mit Anhängerwagen anrückten: „Insgesamt brachten es beide Orte in diesem Jahr auf 3675 Kilogramm“, sagt er. „Das sind über 300 mehr als im Jahr 2019.“ Allein 880 Kilogramm habe die Nachbarstadt beigesteuert.

Ob daraus am Ende auch wieder ein neuer Weltrekord resultiert, wird sich erst zeigen, wenn Ingo Petermeiers Sammlung, die sich mit Kronkorken aus dem ganzen Bundesgebiet in diversen Zwischenlagern befindet, im neuen Jahr zum großen Wiegen gebracht wird. Im Januar 2020 brachte er 81,59 Tonnen Kronkorken auf die Waage.

Sammlung läuft noch bis Jahresende

Bis dahin haben alle, die vielleicht privat noch gesammelt haben, die Chance, Kronkorken bei Michael Brinkkötter abzugeben. „Wer möchte, kann sie mir nach wie vor ohne Kontakt mit Zettel vor meine Haustür an der Haarbachstraße 2 stellen.“ Wenn noch genügend bis zum Jahresende zusammenkommen, bringt er sie ebenfalls zu Ingo Petermeier. Der sammelt schließlich nicht für sich allein, sondern für einen guten Zweck. Der Metallschrottwert geht jedes Jahr an die Darmkrebshilfe der Felix-Burda-Stiftung. Auch in Sendenhorst geht die Aktion bis dahin weiter.

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