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Jupp-Foto-Club

4000 Bilder in zehn Alben

Ahlen

Alte Bilder von der Zeche sorgen für Euphorie beim Jupp-Foto-Club. Barbara Rüter übergab gleich zehn Fotoalben. Bei aller Freude hat der Club aber noch ein Anliegen.

Die Bewahrung von weiteren 4000 Bergbaufotos durch den „Jupp-Foto-Club“ ist jetzt gesichert: In diesen Tagen konnte sich der Jupp-Foto-Club nämlich über eine weitere Spende freuen, wie Vorsitzender Marc Senne mitteilt.

Nachdem vor einigen Wochen schon das Pflegeteam Häntzsch seine finanzielle Spendenbereitschaft in die Tat umgesetzt hat, spendete nun die hinzugezogene Ahlenerin Bärbel Rüter zehn Fotoalben an den Verein zur Bewahrung der Bilddokumentation der Zeche Westfalen. Die Spenderin ist vom Engagement des Vereins hinsichtlich der Fotoausstellung und der dazugehörigen Geschichtsdokumentation überzeugt und voll des Lobes: „Ich finde, dass diese Geschichte und Tradition erhaltenswert sind. Aus diesem Grund bin ich gerne bereit, die Sachspende dem Club zukommen zu lassen.“

Lücke im Puzzle geschlossen

Marc Senne nahm für den Verein die Alben entgegen. „Wieder eine Lücke im großen Puzzle geschlossen“, sagt er: „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten sehr viele Fotos aus dem Ahlener Bergbau geschenkt bekommen.“ An dieser Stelle habe der Schuh schon gewaltig gedrückt, aber jetzt würden zuerst die Fotodokumente digitalisiert und dann entsprechend in die Alben eingefügt. Das alles wird nach einem bestimmten Archivierungsschema stattfinden. „Wir wollen ja, dass man das Foto X im Album beziehungsweise in der Datei wiederfindet.“

Marc Senne betonte, dass der Verein gerne weitere Fotos aus den Bereichen des Bergwerks und der Kokerei Westfalen, der Kolonie oder dem Strontianitbergbau entgegennimmt. „Wer sein Originalfoto zurückhaben möchte, bekommt es natürlich wieder nachdem wir es digitalisiert haben.“

Er erläuterte weiter, dass der Verein noch ein weiteres Projekt gerade plant. „Wir haben drei Lautsprechanlagen aus dem Bergbau erhalten. Im Zeitalter der Digitalisierung waren es sozusagen die ,Handys aus dem Unter-Tage-Betrieb‘. Diese müssen jetzt noch untereinander in den Ausstellungsräumen verbunden werden.“ Den Einbau führe der Verein selbst durch. Aber die Materialkosten seien noch ein offener Posten.

Spender für Materialkosten gesucht

Interessierte oder Unternehmen, die die Materialkosten spenden möchten, können sich melden per E-Mail an jupp.foto.club@ gmx.de oder telefonisch unter  01 72 / 7 52 20 91.

Den Hauptsponsor der Ausstellungsräume, die Vivawest-Stiftung, freut es, dass der „Jupp-Foto-Club“ trotz der schwierigen Coronazeit weiterhin aktiv ist. Und ebenso freut sich Bärbel Rüter, dass sie dem Verein mit ihren gespendeten Alben symbolisch ein weiteres Puzzleteil überreichen konnte.