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Neues Gremium dient der Vernetzung

Ahlen hat jetzt eine Stadtschulpflegschaft

Ahlen.

Sie wollen das Bindeglied zwischen Eltern, Schule und Schulträger sein. Die Mitglieder der neuen Stadtschulpflegschaft haben sich schon einiges vorgenommen.

Von Martin Feldhaus

Vertreter von zehn Ahlener Schulen hoben bei der Gründungsversammlung in der vergangenen Woche eine Stadtschulpflegschaft aus der Taufe. Foto: privat

Wenn sich Elternvertreter gegenseitig vernetzen, können sie mehr erreichen und bewirken. Das ist die Idee hinter einer Stadtschulpflegschaft. Obwohl dieser freiwillige Zusammenschluss einzelner Schulpflegschaften gesetzlich nicht zwingend ist, gibt es ihn in immer mehr Kommunen – und jetzt auch in Ahlen: An der Gründungsversammlung in der Aula des Städtischen Gymnasiums nahmen in der vergangenen Woche Vertreter von zehn der 15 Schulen teil.

In ihrer konstituierenden Sitzung wählten sie Dominik Hermes (Don-Bosco-Grundschule) zum Vorsitzenden. Die Rolle als Stellvertretende übernehmen Verena Röttger (Paul-Gerhardt-Schule) und Mechthild Zumloh-Borghoff (Städtisches Gymnasium). „Wir wollen uns gegenseitig unterstützen und bestehende Spannungen lösen sowie in Zukunft vermeiden“, verdeutlichte Dominik Hermes.

Untergliederung nach Stufen

Für die Zukunft hat das frisch gegründete Gremium bereits einige Ziele und Projekte auf der Agenda stehen. So soll es Untergliederungen geben, die sich jeweils mit spezifischen Fragen und Problemstellungen der Grundschule sowie der Sekundarstufen I und II befassen. Zudem will sich eine eigens eingerichtete Arbeitsgruppe um den Themenkomplex „Digitalisierung der Schulen“ kümmern. „Es geht dabei zunächst um eine Bestandsaufnahme und einen Vergleich zu der Situation in anderen Kommunen“, erklärt Dominik Hermes.

Ein weiteres Ziel: die beratende Teilnahme in wichtigen Gremien, etwa dem Schul- und Kulturausschuss, um dort Belange der Elternschaft unmittelbar einbringen zu können. „Wir wollen gehört werden“, betont Hermes im Namen der Elternvertreter. Wenn der Informationsfluss im Kern funktioniere, bestünde auch gegenseitiges Verständnis – sowohl zwischen den Schulen als auch im Verhältnis zum Schulträger. Dieses zu schaffen und zu erhöhen, hat sich die Stadtschulpflegschaft durch die Vernetzung der Schulen und den regelmäßigen Austausch mit Politik und Verwaltung auf die Fahne geschrieben.

Beteiligung an der Präventionskette

Weiterhin wollen sich Mitglieder der Stadtpflegschaft an den beiden schulbezogenen Arbeitsgruppen der Ahlener Präventionskette beteiligen. „Es ist sehr positiv, dass die Eltern hier die Initiative ergriffen haben“, zeigt sich auch Lisa Kalendruschat, Koordinatorin der Ahlener Präventionskette, von der Gründung der Stadtschulpflegschaft angetan. Es sei gerade ein Ziel der Präventionskette, die Elternarbeit zu stärken, so dass es zu befürworten sei, wenn Eltern ihre Expertise einbringen. Zudem biete die Stadtschulpflegschaft einen wichtigen Kontakt, um herauszufinden, wie bestimmte Angebote von Eltern wahrgenommen werden.

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