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Gute Nachrichten aus Dänemark

Ahlener Kunst ist zurück

Ahlen / Sonderburg

Eine Wand im Auditorium der ehemaligen Kaserne Sonderburg ziert jetzt wieder ein Kunstwerk aus Ahlen. Als die Unteroffiziersschule 2015 für Flüchtlinge geräumt wurde, musste es weichen.

Von Christian Wolff

Die ehemalige Heeresunteroffiziersschule Sonderburg, einst von den Preußen erbaut, war jahrelang Domizil der Ahlener Delegationen und wurde 2014 geschlossen. Jetzt ist das Kunstwerk, das der Künstler Heinz-Dieter Pawelzik 2004 für das Auditorium gestiftet hat, an seinen Platz zurückgekehrt. Foto: Christian Wolff

Erst vor wenigen Tagen waren Jens Peter Rasmussen und seine Frau Merethe zu Gast in Ahlen und haben die seit mehr als 20 Jahren bestehenden Kontakte zum Freundeskreis Ahlener Soldaten, zur „Westfalen-Kaserne“ und zur Stadtverwaltung aufgefrischt (wir berichteten). Kaum ist das Paar nach Dänemark zurückgekehrt, sendet es erfreuliche Nachrichten aus Sonderburg nach Ahlen.

Geschenk zum Jahrestag 2004

„Ich kann vermelden, dass ein interessantes Kunstwerk, das uns Heinz-Dieter Pawelzik vor 17 Jahren vermacht hat, wieder in der alten Unteroffiziersschule untergebracht worden ist“, so Rasmussen gegenüber unserer Zeitung. „Es handelt sich um ein Geschenk des Ahlener Künstlers an die Unteroffiziersschule in Sonderburg anlässlich des 140. Jahrestages der Schlacht auf den Düppeler Schanzen im April 2004.“ Es sei vor einiger Zeit wieder an seinen ursprünglichen Platz im Auditorium in der Kaserne in Sonderburg zurückgekehrt.

Dieses Kunstwerk ist zurück in der Kaserne Sonderburg. Foto: Rasmussen

„Heinz-Dieter Pawelzik hat mich schon vor längerer Zeit gefragt, wo das Geschenk geblieben ist, nachdem die Unteroffiziersschule im Jahr 2014 den einst von den Preußen errichteten Bau verlassen haben“, erklärt Rasmussen, der die Versöhnung der einstigen Kriegsgegner und die Verbindung zu Ahlen gemeinsam mit dem damaligen Freundeskreis-Vorsitzenden Rolf Kersting trotz vieler Widerstände aufgebaut hat. „Nach langer Zeit und viel Mühe ist es mir endlich gelungen, das auswärts eingelagerte Kunstwerk zurückzubekommen. Zum Glück waren sogar die passenden Bohrlöcher noch in der Wand vorhanden.“

Die Kaserne in Sonderburg wurde nach dem Auszug der Soldaten ab 2015 von Flüchtlingen genutzt und stand anschließend leer. Die ältesten Gebäudeteile sind jetzt im Besitz der Stadt Sonderburg. „Diese hat uns mehrere Raüme zur freien Verfügung gestellt. Wir arbeiten daran, eine Ausstellung der Geschichte der Kaserne zu erstellen, in der natürlich auch die jüngere Entwicklung und die Verbindung zu Ahlen eine Rolle spielt“, so Rasmussen. „Und daher freut es uns sehr, dass das Kunstwerk wieder nach Hause gefunden hat.“

Sollte es klappen, dass sich trotz der Osterfeiertage im kommenden Jahr um den 18. April eine Delegation auf den Weg nach Dänemark zur Gedenkfeier auf Düppel macht, werde ein Besuch in der historischen Heeresunteroffiziersschule selbstverständlich auf dem Besuchsprogramm stehen, verspricht Jens Peter Rasmussen. 

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