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Erste Bilanz der Hochwassereinsätze

Alle Helfer wohlbehalten zurück

Ahlen

Bundeswehr, Feuerwehr und Malteser melden am Dienstag, dass alle ihre Helfer wohlbehalten aus den Hochwassereinsatzgebieten zurückgekehrt sind. Dennoch bleiben einige auf Abruf, denn es könnte noch weitere Anforderungen geben, heißt es.

Von Christian Wolff

Mit Kräften aus Ahlen sowie dem gesamten Kreisgebiet machte sich der Malteser Hilfsdienst am Wochenende auf den Weg. Schlafmöglichkeiten hatten sie in der Sporthalle der Gesamtschule in Rheinbach. Foto: Malteser

Während allerorts Geld- und Sachspenden für die Hochwasseropfer in Deutschland gesammelt werden, ist der Unterstützungseinsatz vor Ort für die meisten Aktiven und Ehrenamtlichen aus Ahlen inzwischen beendet. Bundeswehr, Feuerwehr und Malteser sind wieder eingerückt – und wohlbehalten zurück in der Wersestadt.

Erneute Anforderung nicht ausgeschlossen

„Wir haben am Sonntag zurückverlegt“, sagt Oberleutnant Astrid Michelske aus der „Westfalen-Kaserne“. Das hier stationierte Aufklärungsbataillon 7 hatte am Freitag in Windeseile 100 Soldaten für die Hilfe im Raum Leverkusen zur Verfügung gestellt. Unterkunft bezogen sie in der Kurt-Rieß-Halle. Ob die Ahlener an anderer Stelle erneut gefordert sind, stehe noch nicht fest. „Mal schauen, was noch kommt.“

Bei der Feuerwehr erfolgte zum Wochenbeginn ebenfalls keine Nachalarmierung, nachdem Kräfte aus der Hauptwache und des Löschzugs Vorhelm das ganze Wochenende über aktiv waren. Unter anderem haben sie in einer Grundschule in Weisweiler 6000 Kubikmeter Wasser aus den Kellerräumen gepumpt. Für die Verpflegung hatten die Kameraden aus Eschweiler bestens gesorgt.

Die Unterkunft der Ahlener Bundeswehrsoldaten in Obladen beim Hochwassereinsatz. Foto: Marcel Wahl

Nicht minder tatkräftig packten die Ahlener Malteser in den Flutgebieten an. Zusammen mit weiteren Helfern der Einsatzeinheiten des Kreises Warendorf waren sie zur Unterstützung in den Rhein-Sieg-Kreis gerufen worden. „Durch einen drohenden Dammbruch der Steinbachtalsperre mussten in Rheinbach Ortsteile evakuiert werden“, so Ludger Beier gegenüber der Presse. „Für betroffene Menschen, die keine Möglichkeit hatten, im Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis außerhalb der betroffenen Bereiche unterzukommen, wurde unter anderem in der Gesamtschule in Rheinbach eine Betreuungsstelle eingerichtet.“ Neben Kräften der Bundeswehr waren hier auch andere Katastrophenschutzeinheiten aus Köln eingesetzt, die durch Helfer aus dem Kreis Warendorf abgelöst wurden.

Der Bereitstellungsraum für den Hochwassereinsatz. Foto: Ralf Ewers

Die Ahlener Malteser hatten sich am Freitag mit dem in Ahlen stationierten Betreuungs-Lkw der Einsatzeinheit „WAF 04“ zum Sammelpunkt begeben. Im Konvoi mit den anderen Fahrzeugen, die zusammen den sogenannten „Betreuungsplatz 500“ bildeten, ging es dann zum Bereitstellungsraum in Bonn. Von dort führte die nächtliche Weiterfahrt ins Hochwasser-Schadensgebiet zur Gesamtschule in Rheinbach. Hier übernahmen die Ahlener einen bereits eingerichteten Betreuungsplatz und lösten damit Johanniter- und ASB-Helfer aus Köln ab, die zuvor bereits 48 Stunden im Einsatz waren. Hauptaufgabe war die Versorgung von noch etwa 250 Betroffenen, die in der Gesamtschule und der Stadthalle untergekommen waren. Beier: „Eine weitere Herausforderung ergab sich durch den Ausfall der Stromversorgung, so dass allein durch mitgeführte Stromaggregate eine notdürftige Versorgung sichergestellt wurde.

Dankbarkeit der örtlichen Bevölkerung

Samstagnachmittag folgte die Ablösung durch eine örtliche Einheit der Malteser aus dem Rhein-Sieg-Kreis. Mit im Gepäck waren zahlreiche neue Erfahrungen sowie jede Menge Dankbarkeit der örtlichen Bevölkerung.

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