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Neujahrskonzert 2022 in der Stadthalle

Allerlei Gefieder in der Luft

Ahlen

Unter dem Motto „Echt tierisch!“ stand das Neujahrskonzert der Neuen Philharmonie Westfalen in der Stadthalle. So bot das Programm eine musikalische Begegnung mit brummenden Hummeln, einem anmutigen Schwan oder Polka tanzenden Nachtigallen.

Von Reinhard Baldauf

Einen kurzweiligen musikalischen Streifzug durch die bunte Tierwelt unternahm die Neue Philharmonie Westfalen beim Neujahrskonzert in der Stadthalle. Foto: Reinhard Baldauf

Unter Corona-Bedingungen fand das Neujahrskonzert 2022 am Samstag in der Stadthalle statt. Strenge Kontrollen am Eingang und Maskenpflicht auch am Platz gehörten dazu. Moderator Markus Wallrafen verwies darauf, dass selbst die Musiker Maske tragen, falls das Instrument dies zulasse. Da das Konzert wegen des Lockdowns im vergangenen Jahr ausgefallen sei, freue sich das Orchester aber sehr, nun wieder vor Publikum spielen zu können: „Wir haben Sie sehr vermisst.“ Ein weiterer Grund zur Freude: Die Neue Philharmonie Westfalen sei 25 Jahre alt „beziehungsweise jung“.

Für den ursprünglich angekündigten Dirigenten Aurélien Bello, der sich in Berlin in Quarantäne befand, war kurzfristig sein Kollege Noam Zur aus Israel eingesprungen. „Ein großartiger Ersatz“, merkte der Moderator an. In nur 24 Stunden habe Zur sich das Programm erarbeitet. Bello musste für ein Stück auch an der Harfe ersetzt werden.

Unter dem Motto „Echt tierisch!“ versprach das Konzert eine musikalische Begegnung mit brummenden Hummeln, einem anmutigen Schwan oder Polka tanzenden Nachtigallen. Beschwingt ging es mit der Ouvertüre zur Opéra Comique „Vert-Vert“ von Jacques Offenbach (1819-1880) los. Es folgten zahlreiche Vögel – nein nicht von Hitchcock – von Rimsky-Krosakow, Johann Strauß Sohn, Peter Tschaikowski, Camille Saint-Saens und Modest Mussorgsky. Das bekannteste Stück im ersten Teil war der „Schwanentanz“ aus dem Ballett „Schwanensee“.

Zur Pause erklärte Markus Wallrafen, dass diese zum Lüften da sei und es ja schon vor dem Konzert ein Gläschen Sekt „aufs Haus“ zum Antoßen auf das neue Jahr gegeben habe. Beschwingt habe man so der Musik zuhören können.

Als Dirigent war kurzfristig Noam Zur für Aurélien Bello eingesprungen. Foto: Reinhard Baldauf

In Ahlen ebenso wie in Berlin und Wien hatte die Strauß-Familie großen Anteil am Neujahrskonzert. Der zweite Teil in der Stadthalle startete allerdings mit dem „Tarantel-Galopp“ von Joseph Lanner (1801-1843). Dabei verwies Wallrafen auf die Freundschaft zwischen Johann Strauß und Lanner, die dann aber im „Walzerkrieg“ geendet habe.

Die Polka „Die Libelle“ und der Walzer „Dorfschwalben aus Österreich“ von Johann Strauß (1825-1870) brachten richtig Schwung, wie anschließend die „Nachtigall-Polka“ von Johann Strauß Sohn (1825-1899). Als Habanera wird ein Tanz bezeichnet, der afro-kubanischen Ursprungs ist und aus der Zeit Anfangs des 19. Jahrhunderts stammt. Es ist ein Tanz im 2/4-Takt. Von Sebastían de Yardin (1809-1865) stammt der Habanera „La Paloma“. Der „Hummelflug“ von Nikolai Rimsky-Korsakow (1844-1908) sorgte für Bewegung ins Publikum. Da blieb kaum jemand ganz ruhig auf seinem Stuhl sitzen.

„Chicken Reel“ von Leroy Anderson (1908-1975) war das letzte Stück auf dem Programmzettel des Neujahrskonzerts 2022. Doch ohne Zugaben, darunter der obligatorische „Radetzky-Marsch“ zum Mitklatschen, kamen die Musikerinnen und Musiker natürlich nicht von der Bühne, bevor es zum nächsten Konzert nach Gelsenkirchen ging.

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