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Fahrraddemo am Klimaaktionstag

Als Kolonne durch Ahlens Norden

Ahlen

Ein radfreundlicher Ausbau der Stadt stand bei der Fahrraddemo am Klimaaktionstag im Mittelpunkt des Interesses. Dementsprechend fuhren die 50 Teilnehmer durch ein Quartier, in dem große Veränderungen geplant sind.

Peter Schniederjürgen

Michael Scharf und Ludger Bruns (vorn v.l.) begrüßten etwa 50 Fahrraddemonstranten. Foto: Peter Schniederjürgen

Sie haben die Nase voll von leeren Versprechungen. 50 Radler trafen sich am Freitagnachmittag vor der Marienkirche zur Fahrraddemo am weltweiten Klimaaktionstag. Zum Teil waren sie mit Kartons beladen, die mit kämpferischen Sprüchen versehen waren. Die brachten ganz deutlich die Enttäuschung über die Klimapolitik in Bund, Land und auch der Stadt zum Ausdruck.

„Wir tun zu wenig für das Klima, es wäre ein Zeichen die wirklich überflüssigen Kurzstreckenflüge zu verbieten“, forderte Ulrich Simon. Er ist von Beruf Bauingenieur und setzt sich mit Leidenschaft für den Schutz der Umwelt ein. So hat er bereits vor langer Zeit auf ein Auto verzichtet. „Es geht ganz gut mit der Bahn“, findet er. Das Argument der schweren Einkäufe ist für ihn nicht zugkräftig. „Wenn es gar nicht anders geht, miete ich mir ein Elektroauto bei den Stadtwerken“, zeigt er Alternativen auf.

Fahrradstraßen geplant

Nicht ganz so hoch hängen die meisten der Teilnehmer ihre Ansprüche. Oft steht ein radfreundlicher Ausbau der Stadt im Mittelpunkt des Interesses. Die Demonstranten freuten sich auf eine Runde durch den Norden der Stadt. Denn nach einer Idee der Stadt, wiedergegeben durch den Sprecher der „Parents for Future“-Bewegung in Ahlen, Ludger Bruns, sollen „im Ahlener Norden einige Straßen als Fahrradstraßen ausgewiesen werden.“

Da entlang führte auch die Route der Raddemo. Michael Scharf, ADFC-Ortsgruppen-Vorsitzender für Ahlen, ermahnte zum Einhalten der Abstände und coronagerechtem Verhalten. Dabei betonte Scharf ab einer Gruppe von 13 Radlern deren Recht, in einer Kolonne und auch nebeneinander zu fahren. Was sogar erwünscht sei, um die Schlange nicht unnötig lang werden zu lassen. „Wir wollen es heute richtig ausnutzen“, ermutigte Scharf die Teilnehmer. Das brachte großen Applaus in Form einen ausgiebigen Klingelkonzertes.

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